Die Seenotretter

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Mittwoch, 14. Oktober 2026

186. Der Kormoran und die Freiheit

Guten Morgen aus Alteveer. 


Früh aufstehen, frühstücken, mit der Silencio ein Stückerl am Steg nach vorne rutschen. Warum? Wir wollen noch Wasser bunkern, bis zu unserem Platz reicht der Schlauch nicht. 

Während das Wasser läuft und Cheffe wiedermal Stromkabel aufwickelt, darf der Jack in die Morgenstimmung sausen.






5 vor 9 legen wir ab und sind pünktlich an der ersten Brücke, die auch gleich für uns geöffnet wird. Heute werden es tatsächlich nur 5 bewegliche Brücken und 5 Schleusen - also fast nix!

Die erste Schleuse kommt auch schon bald, Ampel steht schon auf grün, als wir ankommen. Na dann rein und  - jö - 6,30 Meter gehts gleich runter. An der Schleusenmauer babbt ein irrer Baatz ... nach mehrfachem Umhängen der Leine, die Poller sind dick voll mit Matsch, sieht ebendiese Leine schweinemäßig aus. Meine Hände schaun aus, als wär ich direkt in einem Kuhfladen gelandet. Meine Schleusenklamotten sehen auch aus wie Sau - nach dem Tag heute sin se wohl zu nix mehr zu gebrauchen und die Silencio, na DIE sieht erst aus. Die Fenderbretter, die den Baatz ja direkt von der Wand schaben, die müssen wieder aufs Gangbord - alles eingesaut. Irgendwas putzen lohnt nicht, es kommen noch weitere solche Schmuddelschleusen. Eine haben wir jetzt hinter uns.

Die Fahrt an sich ist heute sehr gechillt. Breiter Kanal, ordentliche Wassertiefe, kaum Betreib.



Vorletzte Schleuse - Cheffe telefoniert - ah, Mittagspause. Wie jetzt? Mittagspause?

Um 13 Uhr solls weitergehen. OK - wir legen an. Sonne geniessen ist ja auch nicht schlecht.



Kaum les ich ne Seite, schon wird die Ampel doch grün und wir dürfen doch vor 13 Uhr schleusen. Es geht zunächst über einen See ...


... und im Anschluss in die ...


Ansprechende Landschaft, ein bisschen McPomm-Feeling.











Schon bald kommt unser Tagesziel in Sicht - Blokzijl. Einer der bezauberndsten Liegeplätze, wie wir finden.


Eine Schleuse noch und dann direkt von der Schleuse an den Liegeplatz.


Unser Lieblingsplatz ist frei - es ist der, mit Schleusenblick und schöner Aussicht auf die Stadt.



Wir befinden uns jetzt in der Provinz Overijssel. Wir sprechen das nicht holländisch aus - bei uns heißt die Provinz Overdschissel. Also die Overdschisselflagge wedelt direkt neben der Silencio.


Zuallererst brauchen wir ein Mittagessen. Schnelle Küche ist angesagt - Schinkennudeln und ein Bier.


Danach was Feines ... es hat noch ein kleines Stückerl von Corinas spanischem Apfelkuchen.


Und das ganze kulinarische Programm findet draußen in der sonnigen Plicht statt ... Füße hoch, Buch in die linke Hand, Aperol Spritz in die rechte Hand. Ein perfekter Nachmittag.


On top gibts Schleusenkino. Bisschen was geht hier schon.


Was wir noch nie gesehen haben beim Schleusen - und wir haben schon Vieles gesehen - Mutti steht vorn, nicht mit Bootshaken, dafür mit schicker Umhängetasche. Bereit zum Sprung ins Shoppingcenter - gibbet hier bloß keines.


Gegen Abend kriegt Jack noch ne weitere Gassirunde durch ...






Freilauf ist für Jack sogar dabei - da flitzt er wild durch die Gegend - zurück am Hafen muss er allerdings wieder an die Leine.



Und dann wirds auch schon bald dunkel und ein herrlicher Tag geht zu Ende.




Fazit des Tages:

- Auf Statue hockt Kormoran,

- und kackt die Freiheit einfach an.

- Kennt nicht das Anstands - ABC,

... man kackt nie!!! ...

- aufs Kleid der Freiheits - statueee!!



1 Kommentar:

  1. Over-dschissel…MEGA,
    genau wie Uuude Gracht, gell,
    genau wie der letzte Reim im Fazzit!
    😂😂😂
    Gut zu wissen, wie lange so ein spanischer Apfelkuchen hält…🤔

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