Die Seenotretter

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Montag, 12. Oktober 2026

184. Durchquetschen

Wenn man um 9 vom Brückenwärter abgeholt wird, dann kann man in der Früh wirklich alles sehr gemütlich angehen lassen. 

Wir richten alles her, frühstücken, solange es noch gar nicht richtig hell ist, dann darf Jack raus. Die Nacht war ruhig, der Jack war ohne Befund ... und saust fröhlich am Kanal entlang. 


Aber bisschen vorsichtig müssen wir mit dem Füttern schon sein, nicht dass es nochmal von Vorne losgeht! 

Kurz nach 9 braust der Brückenwärter auf dem Moped daher - er begleitet uns 3 Brücken lang und eine Schleuse. Danach kommt der nächste Kollege. Los gehts! Brücken, Schleusen, Einbahnstrasse ... alles dabei.




Ganz schön schmal, so ne Einbahnstrasse.


Schleusen dauert bisschen länger, ein ausgiebiger Ratsch steht an - mit Brücken - und Schleusenwärter und unserem nächsten Brückenwärter ... der ist schon da und übernimmt die weitere Begleitung.


Schon auf der Karte sehen wir - die Strecke biegt immer wieder ab - im rechten Winkel. Da hat Cheffe zu tun, dass er ums Eck kommt. Und dann kommt gleich nach der Ecke die Brücke, die zu öffnen ist. Schaut erst aus, als fährt man gleich gegen eine Wand.


Es geht in den Veenpark - landschafltich traumhaft. Nur gleich am Anfang liegt ein Baum quer überm Kanal. Cheffe muss sich ganz ans Ufer quetschen, damit er vorbei kommt. Der Kugelfender drückt die Äste zur Seite.

Durch den Veenpark ist es superschön!






Schon bald nähern wir uns dem Nadelöhr der Route - 1 Brücke und 1 Schleuse, die immer offen steht - nur 4,80 Meter breit. Die Silencio hat 4,33 Meter. DA müssen wir uns durchzittern.



Na bitte, klappt doch. Und wenn nebenher noch ein Video hergeht, kanns ja nicht so schlimm sein! Das Video hab ich bei Cheffe nicht angekündigt, konnte mir schon denken was er sagt: "Konzentrier dich lieber aufs Wesentliche!!" Das Headset bewährt sich wirklich prima, dass man die Ansagen einfach leise machen kann. Ohne Headset muss man immer gleich laut werden - das allein macht ja schon Stress.




Da gehts durch


Dann Veenparkgenuss!

















Auf unserem Weg kommen wir zur Koppelsluis. Es ist eine Schleusentreppe - heißt - rein, Schleusen, Tor geht auf, rein in die nächste Schleuse, nix dazwischen. Mit dem Schleusenwärter vereinbaren wir, gleich nach der Schleuse anzulegen. Hund lüften. Na, da wär der Schleusenwärter gleich mit Leckerlis angerückt - leider müssen wir DIE heute dankend ablehnen. Aber ein schönes Sausi geht her für den Jack.




Aber dann gehts auch schon weiter.



Blick aus der Schleusenkammer - hatten wir auch noch nie!


Wir schleusen und befahren Brücken bis der Arzt kommt. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sinds heute 15 bewegliche Brücken, gefühlt hundert Brücken, die nicht bewegt werden müssen und ich meine 8 Schleusen, erst rauf, rauf, rauf, dann runter, runter, runter.




Wir legen in Nieuw-Amsterdam an - da gibts auch Strom. Aber bevor wir Strom legen, kommt die Brückenwärterin noch zum Quatschen. Und das dauert länger. Aber nu Strom ... keine der Säulen funktioniert. Cheffe checkt die Säule auf der anderen Seite der Fussgängerbrücke - DIE funzt. Wir verlegen die Silencio weiter in Richtung Brücke und dann holt Cheffe wieder alle Stromkabel raus. 150 Meter sollten wohl reichen - das Kabel läuft jetzt halt über die Brücke. Wird schon passen. Aus der entgegengesetzten Richtung kommen noch 3 Schiffe, die legen auch hier an. Cheffe klärt sie gleich auf, dass es keinen Strom gibt. Ein Schiff kommt noch vor zu uns und verlegt ebenfalls das Stromkabel über die Brücke. Der Skipper meint: "Euer Schiff hab ich doch schon gesehen!? Ah ja, der Schleusenwärter hat mir ein Foto von eurem Schiff geschickt." Ich weiß nicht welcher, es waren heute einige, denen unser Schiff sehr gut gefallen hat! 

Was fehlt noch heute? Die Kulinarik. Und da wirds mega!! Auf den Tisch kommt Rehrücken, selbsterlegt von unserer Freundin Birgit. Mein Gott, ist DAS lecker!! Naja, Wein dazu ... müsst ich wohl nicht extra erwähnen.


Verdauungsspaziergang führt uns zu LIDL. Ich kauf für Jack Hähnchenbrust ... er guggt schon sehr arm, wenn er nur die Morosche Dünnpfiffsuppe kriegt. Die verschlingt er zwar gierig, aber danach sitzt er sehr vorwurfsvoll vor uns, vor Allem wenn bei uns noch Rehrücken aufm Teller liegt.


Fazit des Tages:

- Der Jack, der ist ein armer Wicht,

- doch Hauptsach, er ist wieder dicht!

- Wie gut, das der Chef und ich sind dicht,

- sonst gäbs kein Rehrücken heut nicht.

- Und auch kein bisschen roten Wein,

... doch das muss nach der Brückendurchquetschaktion ...

- heute auf alle Fälle sein! Prost!


1 Kommentar:

  1. Tolle Bilder!! Was ist das für ein DIP/Sauce zum Reh? Es sieht alles zusammen sehr lecker aus😋😘. Gut, dass der Jack wieder dicht ist 👍🏼

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