Die Seenotretter

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Samstag, 18. April 2026

22. Von A, über B und C, nach D

Plan A war ja, diese Woche auf der Havel rumzuschlampern. Plan A wurde verworfen wegen schlechten Wetterberichts. Plan B folgte - Wanderung nach Regow, ah nee, das is schöner bei sonnigem Wetter. Plan C - dann nach Boek zum Fischer, oder fahrn wir doch? Sonntag vielleicht? Oder Montag? Nee, heute morgen Plan D - es geht doch havelabwärts. Weils noch schön ist, Sonntag und Montag oll, aber danach verspricht der Wetterbericht wieder Sonne. Also auf gehts, abgewassert haben wir gestern und der Frischwassertank ist auch voll. Apropos Frischwasser ... da haben wir gestern 300 Liter getankt für - Trommelwirbel !! - 17,41 Euronen. Cheffe musste daraufhin die Buchhaltung kontaktieren - da is wohl was falsch programmiert. Normalerweise kosten 100 Liter EINEN Euro! 

Wir fahren los, kurz vor 11, alles Bestens!




Ziemlich allein sind wir unterwegs - bis kurz vor der Schleuse Mirow. Vor uns 2 Charterschiffe UND ne Garage.


Die bekommen auch gleich ne grüne Ampel ... die Schiffe fahren ein, die Garage? Die dümpelt vor der Schleuse. ich ruf mal, ob se nicht mitwollen - "Da passen wir doch gar nicht rein!" Oh doch - Schleuse 56 Meter lang, da passen mindestens diese 3 Schüsseln rein, wir nicht mehr. Hinter uns kommt noch ein "Joghurtbecher", den winken wir vorbei, DER passt ganz sicher noch mit rein. Also warten wir ne Runde. Die Schleuse kommt sofort leer wieder nach oben, und das weil? ... der Scleusenwärter informiert uns, dass ein Fahrgastschiff kommt. Nicht allzu lang, nur 35 Meter hats, wir sollen schauen, ob das für uns auch noch passt. Da kommt se schon, die "MÜRITZ"...



... und mit ihr quetschen wir uns in die Kammer. Auf keinen Fall dürfen wir uns beim Schleusen nach hinten bewegen. Da lauert der Drempel - kein Problem, nach vorn is ja massig Platz - eineinhalb Meter von Heck zu Bug. Um ganz sicher zu sein, hängt Cheffe noch den Schleusenhaken als Vorspring in der Treppe ein und so gehts bergab. Bisschen Adrenalin schadet ja Keinem. Ein Foto mach ich erst, als die "MÜRITZ" ausfährt ... wir hingegen sind zigmal abgelichtet worden.


Jetzt sind wir mal gespannt, wie das mit der Baustelle hier ist. Bis auf Weiteres kommt man nur Freitag bis Sonntag havelabwärts. Bei diesen Hütten nach Backbord, sprich nach Mirow, kommt man unbeeinträchtigt durch ...


... biegt man steuerbord ab ...



... gilt diese Ansage.



Kurz nach der "Schweinebrücke", hier muss man hupen ... jaaaa ich weiß - Schallsignal geben ... da kommt dann die Brückenbaustelle. Da geht wochentags nix - alles in Vorbereitung für die heißersehnte Mirower Umgehungsstrasse.




Fahrgastschiff vor uns und im Gegenverkehr - is ja was los hier.


Die "KÖNIGIN LUISE" lass mer noch vorbei, dann gibts ne Kleinigkeit zu essen - Stulle aufs Brett.


Und Kaffee


14 Uhr - Schleusenwartebereich Diemitz. Anlegen, aufräumen, und dann raus. Immer weider schön hier.



8 Haxen brauchen jetzt Bewegung und müssen ein paar Kilometer abspulen. Ich weiß nicht, ob Jack begeistert schaut - jedenfalls nicht so wie ich.


7 Kilometer gehts durch den Wald, heute mal ne andere Route ...


... Richtung Fleether Mühle. Teil des Pilgerwegs Mecklenburgische Seenplatte und der wiederum ist Teil des Jakobswegs. Im Ort Fleether Mühle schauts am ersten Haus aus, als wärs der Bahnhof, hats hier aber keinen ...


... Jack guggt verwirrt, schaut sich um und überlegt, ob er wohl den Zug verpasst hat.


Lieber Jack, hier gibts keinen Zug, aber es gibt ein Fastenhotel - hier wird gewandert, ach was sag ich, es wird gepilgert und fastengewandert. Wir hätten schon mal einen ordentlichen Hunger, aber nee, nix gibbet! Statt essen begutachten wir dies ...



... Fische sehn wir keine. Zurück gehts, nicht gleich zur Silencio, wir wollen in der Scheune essen, gleich um 17 Uhr - hat sich ausgefastet! Ja denkste - in der Scheune werden gleich ab 17 Uhr zwei große Gruppen abgefüttert. Gehts also doch erst zur Silencio und es wird weiter gefastet bis um 6. Aber dann hau mer rein! Gut gesättigt treten wir den Heimweg an - die Silencio liegt immer noch allein im Wartebereich.




Fazit des Tages:

- Wenn der Unterzucker droht,

- isst man ein Radieslebrot.

- Droht aber das Fastenhotel,

- dann Rückzug ... aber ganz ganz schnell!



Freitag, 17. April 2026

21. Erstmals ...

Vorhang auf - hui, jetzt aber raus. Sun-up!

Und dann noch mit Nebel - herrlich!!






Unschwer zu erkennen und mittlerweile weiß es auch jeder - ich liebe diese Hütten! Diesen Anblick können wir beim Frühstück noch weiter geniessen. Jack allerdings interessiert sich für das Ambiente nicht die Bohne. Den Skyrbecher versucht er sich mittels Hypnose zu organisieren.


Das hat ja gut geklappt! Cheffe is eben gut dressiert!



Nach exzessivem Auschschleckern ist der Jack dann sehr zufrieden.


Auf dem Programm für heute steht eine kosmetische Behandlung für die Madame - heißt: Cheffe feudelt, während ich nach Mirow und Rechlin zum Einkaufen fahre. In Rechlin hat das Spargelhäuschen geöffnet - Kremmener Spargel, immer wieder ein Highlight für uns. In Mirow beim Fischer organisier ich Matjes. Bleiben vom Spargelmenü immer Kartoffeln übrig - drum gibts demnächst nochmal "Sirius-Matjes". Gratis zum Fisch gibts hier - Hüttenblick. Die sind hier in Mirow besonders schön.







Das Jacksausi gegen Mittag fällt heute kürzer aus - wir scharren schon mit den Hufen, dass der Spargel auf den Tisch kommt. Aber zunächst darf Jack raus. Runde zur Promenade und zum Strand. Hier wird tatsächlich schon gebadet, da verzieh ich mich mit Jack gleich in die kleine Bucht, da sind wir immer allein.






"Rein ins Wasser oder nicht? Das ist hier die Frage!"


Keine Frage für Jack ...



... für mich schon! Bis zum Knie gehts - is aber schon arschkalt!


Erst genüsslich baden ...


... und dann trockenrubbeln.


Jetzt aber ab zum Spargel im Eiltempo.


Leckeres Essen bei Bombenwetter in der Plicht.


Zur Unterhaltung trägt ein Kuhnledampfer, die HILDE bei - auf der Suche nach einem Liegeplatz. Man muss dazu sagen, zur Zeit ist Platz ohne Ende. Aber mei, nix scheint passend, man fährt in der Marina vor und wieder zurück, dümpelt in der Gegend rum, aber man findet letztendlich ein Plätzchen. Es wird festgemacht an der MAGELLAN. Die liegt am Kopfsteg - Steg 2. Okayyyyy, kann ma machen, muss ma nicht! Besonderes Schmankerl, die MAGELLAN ist ein völlig abgeranzter Grützpott - da könnt man sich leicht Flöhe einfangen oder gar Mäuse. Und gut isses, dass der Dampfer endlich irgendwo liegt, sonst gäbs vielleicht noch Mord und Totschlag auf der HILDE. Mit der Zeit wird er Ton nämlich deutlich laut und ziemlich ruppig. Auweia - da geht die Luzi ab!


Die Kuchenbude hängt in Fetzen, das Schlauchboot luftleer im Wasser. Ringsrum alles kaputt und demoliert, das Steuerrad ausgebaut. Die Eigner scheints irgendwo untergetaucht. Richtig, richtig oll!
Vorteil: Da kann so ein Kuhnledampfer nix mehr kaputt machen.

Das Mittagssausi war ja kurz - wir alle Drei müssen deshalb abends nochmal ran. Müritzuferrunde mal am Abend. Sehr schön isses.




Ein Bad geht immer!




Tolle Stimmung am Heimweg und dazu trällert die erste Nachtigall der Saison ihr Lied.



Fazit des Tages:

- Erster Spargel der Säsong,

- erste Nachtigall singt einen Song,

- erstmals die Madame poliert,

- Hafenkino eskaliert!

Motto fürs Wochenende:

- Hoch die Hände, Wochenende!

- Hoch die Haxen, und relaxen!







22. Von A, über B und C, nach D

Plan A war ja, diese Woche auf der Havel rumzuschlampern. Plan A wurde verworfen wegen schlechten Wetterberichts. Plan B folgte - Wanderung ...