Plan A war ja, diese Woche auf der Havel rumzuschlampern. Plan A wurde verworfen wegen schlechten Wetterberichts. Plan B folgte - Wanderung nach Regow, ah nee, das is schöner bei sonnigem Wetter. Plan C - dann nach Boek zum Fischer, oder fahrn wir doch? Sonntag vielleicht? Oder Montag? Nee, heute morgen Plan D - es geht doch havelabwärts. Weils noch schön ist, Sonntag und Montag oll, aber danach verspricht der Wetterbericht wieder Sonne. Also auf gehts, abgewassert haben wir gestern und der Frischwassertank ist auch voll. Apropos Frischwasser ... da haben wir gestern 300 Liter getankt für - Trommelwirbel !! - 17,41 Euronen. Cheffe musste daraufhin die Buchhaltung kontaktieren - da is wohl was falsch programmiert. Normalerweise kosten 100 Liter EINEN Euro!
Wir fahren los, kurz vor 11, alles Bestens!
Ziemlich allein sind wir unterwegs - bis kurz vor der Schleuse Mirow. Vor uns 2 Charterschiffe UND ne Garage.
Die bekommen auch gleich ne grüne Ampel ... die Schiffe fahren ein, die Garage? Die dümpelt vor der Schleuse. ich ruf mal, ob se nicht mitwollen - "Da passen wir doch gar nicht rein!" Oh doch - Schleuse 56 Meter lang, da passen mindestens diese 3 Schüsseln rein, wir nicht mehr. Hinter uns kommt noch ein "Joghurtbecher", den winken wir vorbei, DER passt ganz sicher noch mit rein. Also warten wir ne Runde. Die Schleuse kommt sofort leer wieder nach oben, und das weil? ... der Scleusenwärter informiert uns, dass ein Fahrgastschiff kommt. Nicht allzu lang, nur 35 Meter hats, wir sollen schauen, ob das für uns auch noch passt. Da kommt se schon, die "MÜRITZ"...


... und mit ihr quetschen wir uns in die Kammer. Auf keinen Fall dürfen wir uns beim Schleusen nach hinten bewegen. Da lauert der Drempel - kein Problem, nach vorn is ja massig Platz - eineinhalb Meter von Heck zu Bug. Um ganz sicher zu sein, hängt Cheffe noch den Schleusenhaken als Vorspring in der Treppe ein und so gehts bergab. Bisschen Adrenalin schadet ja Keinem. Ein Foto mach ich erst, als die "MÜRITZ" ausfährt ... wir hingegen sind zigmal abgelichtet worden.
Jetzt sind wir mal gespannt, wie das mit der Baustelle hier ist. Bis auf Weiteres kommt man nur Freitag bis Sonntag havelabwärts. Bei diesen Hütten nach Backbord, sprich nach Mirow, kommt man unbeeinträchtigt durch ...
... biegt man steuerbord ab ...
... gilt diese Ansage.
Kurz nach der "Schweinebrücke", hier muss man hupen ... jaaaa ich weiß - Schallsignal geben ... da kommt dann die Brückenbaustelle. Da geht wochentags nix - alles in Vorbereitung für die heißersehnte Mirower Umgehungsstrasse.
Fahrgastschiff vor uns und im Gegenverkehr - is ja was los hier.
Die "KÖNIGIN LUISE" lass mer noch vorbei, dann gibts ne Kleinigkeit zu essen - Stulle aufs Brett.
Und Kaffee
14 Uhr - Schleusenwartebereich Diemitz. Anlegen, aufräumen, und dann raus. Immer weider schön hier.
8 Haxen brauchen jetzt Bewegung und müssen ein paar Kilometer abspulen. Ich weiß nicht, ob Jack begeistert schaut - jedenfalls nicht so wie ich.
7 Kilometer gehts durch den Wald, heute mal ne andere Route ...
... Richtung Fleether Mühle. Teil des Pilgerwegs Mecklenburgische Seenplatte und der wiederum ist Teil des Jakobswegs. Im Ort Fleether Mühle schauts am ersten Haus aus, als wärs der Bahnhof, hats hier aber keinen ...
... Jack guggt verwirrt, schaut sich um und überlegt, ob er wohl den Zug verpasst hat.
Lieber Jack, hier gibts keinen Zug, aber es gibt ein Fastenhotel - hier wird gewandert, ach was sag ich, es wird gepilgert und fastengewandert. Wir hätten schon mal einen ordentlichen Hunger, aber nee, nix gibbet! Statt essen begutachten wir dies ...
... Fische sehn wir keine. Zurück gehts, nicht gleich zur Silencio, wir wollen in der Scheune essen, gleich um 17 Uhr - hat sich ausgefastet! Ja denkste - in der Scheune werden gleich ab 17 Uhr zwei große Gruppen abgefüttert. Gehts also doch erst zur Silencio und es wird weiter gefastet bis um 6. Aber dann hau mer rein! Gut gesättigt treten wir den Heimweg an - die Silencio liegt immer noch allein im Wartebereich.
Fazit des Tages:
- Wenn der Unterzucker droht,
- isst man ein Radieslebrot.
- Droht aber das Fastenhotel,
- dann Rückzug ... aber ganz ganz schnell!