Die Seenotretter

Die Seenotretter
... wenn alle anderen reinfahren... jetzt Bild anklicken und spenden

Donnerstag, 9. April 2026

13. Panade

Cheffe ist heute nicht ganz fit, fühlt sich ein bisschen kränklich. Drum lassen wir die für heute geplante Ankeraktion sausen und fahren am späten Vormittag zurück zu unserem Steg 4 im Claassee.

Das Wetter ist ziemlich sonnig und dem Chef schwebt für den Rest des Tages eine Chilleinheit in der Plicht vor.

DAS kann er haben - allerdings ist vorher noch was zu klären. Nach dem Anlegen hör ich ein komisches Geräusch in meiner Kabine. Cheffe meint, das kommt irgendwo von außen, Boootsmotor oder Schraubengeräusch. Ich bin felsenfest davon überzeugt - DIESES Geräusch macht unser Schiff!

Da bleibt dem Chef nix anderes übrig als auf Fehlersuche zu gehen. In der Bilge - alles paletti. Bug und Heckstrahlruder - ohne Befund. Motor und Ruderanlage - nix Ungewöhnliches. Tja, wat nu? Cheffe besteht auf Geräusch von außen, Geräuschübertragung im Wasser und so ... vielleicht von der Baustelle an einer Bootshütte am Ende des Claassees!? Na gut, dreh ich jetzt meine Runde mit Jack - ohne Cheffe, der is ja nicht fit.

Und? Was soll ich sagen? Wir kommen an besagter Baustelle vorbei und was hör ich da? Genau das Geräusch vom Schiff, nur in laut. Tja, da hat Cheffe doch tatsächlich recht gehabt ... ausnahmsweise mal!

Hinter den Hütten darf der Jack sausen. Was versteckt sich hinter Nummer 9?


Na was wohl - die Silencio.



Bis zum Badestrand will ich laufen - kurzes Päuschen zwischendurch. Mal über die Müritz guggen und feststellen: Immer noch kaum was los, besser gesagt nix!


Am weiteren Weg vor uns ein Mensch mit 2 Hunden, die an der Flexileine kreuz und quer laufen. Ein Wunder, dass der Mensch nicht komplett eingewickelt und gefesselt wird. Als er uns bemerkt, muss er sich schnell auswickeln und kraucht mit seinen Vierbeinern ins Gebüsch um sich zu verstecken. Warum? Als wir vorbeigehn tobt einer der Hunde wie verrückt. "Humphrey, lass das!" ... kommt vom Herrchen, was den Humphrey einen alten Scheiss interessiert. Egal, Jack wirft dem Humphrey einen pikierten Blick zu, und weiter gehts für uns zum Badestrand. Da simmer allein!


"Jack - HIER!" Schon düst er an ...




... und dann gehts ab ins Wasser! Volle Kraft voraus!




Nach 1,5 Stunden und 6,5 Kilometern sind Jack und ich wieder an Bord. Mittagessen gibts und danach das ultimative Chillprogramm in der sonnigen Plicht, im Windschatten versteht sich. Ich hol mal eben ein T-Shirt raus. 






Fazit des Tages:

- Ein Labrador liebt Wasser sehr,

- doch Jack liebt Eines noch VIEL mehr,

- Trockenwälzen ... vom Hinterteil bis vor zum Ohr,

- Ergebnis: Lecker panierter Labrador!





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

22. Von A, über B und C, nach D

Plan A war ja, diese Woche auf der Havel rumzuschlampern. Plan A wurde verworfen wegen schlechten Wetterberichts. Plan B folgte - Wanderung ...