Die Seenotretter

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Freitag, 28. August 2026

139. Stadtrundfahrt

Heute muss eingekauft werden. Die letzte Milch ist im Frühstückskaffee und im Müsli gelandet. Aber auch sonst brauchen wir Einiges.

Mit einem Rucksack und einer Tasche voll mit Leergut traben wir durch die Stadt zum Einkaufszentrum. Der Gehweg schmal - ein guter Meter geschätzt, da wirds schon eng, wenn die Tram vorbeifährt. 

Das Leergut ist abgegeben, der Rucksack und die Tasche voll mit Milch, Brot, Obst und Gemüse - nu schleppen wir alles zur Silencio. 

Ziemlich schnell ist alles verstaut und wir machen uns parat für die nächste Aktion des Tages. Die verpasste Sightseeingstadtrundfahrt wird nachgeholt. ABER - nicht mit der HAVELFEE - nee, mit der Silenciogummigurke. Los gehts!

Wir starten von unserem Liegeplatz am Slawendorf. Gegenüber die Gottfried-Krüger-Brücke. Im Volksmund auch Bauchwehbrücke genannt, wegen der Krümmung.

Die Legende sagt - Am Ende des kleinen Gewässers, Pumpengraben genannt, befand sich eine Mostrichmühle. Der Müller kam eines Tages angetrunken aus dem Wirtshaus und unverzüglich gab es Ärger mit der Ehefrau. Der Müller verließ missgelaunt das Wohnhaus und ging in die Mühle, um Vorbereitungen für den nächsten Tag zu tätigen. Dabei entglitt ihm ein Essigfass und fiel in den Pumpengraben. Das Fass zerbrach, entleerte sich und es entstand ein sehr saures Wassergemisch, sodass sich die Brücke vor Bauchschmerzen krümmte.


Für unsere Fahrt haben wir einen idealen Zeitpunkt erwischt. Wetter nicht zu heiß, bisschen Wind und Null Betrieb auf dem Wasser. 

Die Jahrtausendbrücke nochmal - verbindet Altstadt mit Neustadt.



An der Werft vorbei gehts, da waren wir ja gestern essen.



Dann fahren wir in einen Nebenarm der Brandenburger Niederhavel - die Näthewinde.


Idyllisch schauts aus hier.






Wohnanlage Burgmühle - ziemlich cool. Entstanden aus der ehemaligen Spielzeugfabrik.



Der Mühlentorturm - 24 Meter hoher Backsteinturm. Teil der mittelalterlichen Wehranlage der Neustadt Brandenburg.




Fischtreppe




Man kann schon die Spitze der Kirche St. Gotthardt sehen - genauer gesagt den sogenannten Dachreiter. St. Gotthardt ist die älteste Kirche der Altstadt.






Auf dem Wasser herbstelts schon etwas.



Wir verlassen die Näthewinde, biegen wieder ein in die Niederhavel und gleich wieder rechts ab in den Domstreng. Ein weiterer Nebenarm, der an der Dominsel vorbeiführt.





Schon von Weitem sehen wir den Nordturm des Doms.



Am Ende des Domstrengs fährt man auf die ehemalige Burgmühle zu. Jahrhundertealte Mühlengeschichte, heute Wohnanlage.



Beim Verlassen des Domstrengs sehen wir auf die Türme der Kirche St. Gotthardt. 



Jetzt gehts wieder heim - genug gesehn, schön wars und ganz ohne Rentnerband.




Wir räumen grade unser Schlauchboot auf, da kommen die Nachbarn vom Steg. Ah, wart ihr auch einkaufen mit dem Schlauchboot? Bisschen weiter havelabwärts gibts den REWE, da kann man anlegen. Na super! Und wir latschen in die Stadt zu REWE und schleppen unser Zeug quer durch den Ort. DAS wär einfacher gegangen. Nächstes Mal sind wir schlauer. Wieder was gelernt!

Jetzt back ich erstmal noch einen Käsekuchen mit Heidelbeeren für die nächsten Tage. Morgen gehts weiter und da ham wir ja wieder keinen Strom für den Herd. Wie schon geahnt, ist der Technikertermin gestern geplatzt. Hier läuft der Herd nach dem Käsekuchen nahtlos weiter. Es gibt Spaghetti, scharf, mit Filetstreifen und Oliven. Sehr lecker!




Nen Gast hatten wir eigentlich nicht zum Essen erwartet - ok, schaut auch nur kurz vorbei.


An unserem Steg werden nach und nach die reservierten Plätze von den Booten eingenommen. Es wird richtig voll - überall - es ist Hafenfest, quasi über die ganze Stadt. Das Epizentrum liegt nicht weit von uns am Salzhofufer. Da beginnt pünktlich um 16 Uhr die Partymucke, dazu ein paar wenige Regentropfen - das wird heut ne unruhige Nacht, befürchte ich. Kannste machen nix!


Fazit des Tages:

- Mit der Gurke durch den Ort,

- der Einkauf wird heute zum Sport,

- die Mucke lädt zum Headbang ein,

- da schenk ich nommal ein an Wein!



2 Kommentare:

  1. 😂😂 Also mal ehrlich: Ihr habt ein Schlauchboot dabei, schleppt aber erst das Leergut durch halb Brandenburg und anschließend den kompletten REWE wieder zurück zur SILENCIO. Das muss diese berühmte Rentnerfitness sein, von der immer alle reden. 🤣

    Und danach wird zur Erholung mit der Silenciogummigurke eine Stadtrundfahrt gemacht. Andere buchen die HAVELFEE – ihr nehmt eben die Gurke. 😂

    Dass der Techniker wieder nicht aufgetaucht ist, finden wir allerdings wirklich traurig. Langsam glauben wir, der Mann ist eine Sagengestalt – ähnlich wie der Müller mit seinem Essigfass: Viele haben von ihm gehört, aber gesehen hat ihn noch keiner. 🤣

    Zum Glück funktioniert der Herd wenigstens noch für die wirklich lebenswichtigen Dinge: Käsekuchen, Spaghetti und Wein. 🍰🍷

    Wir sind ja nun auch auf dem Rückweg und denken, irgendwo auf der Müritz laufen uns YOLO und SILENCIO bestimmt wieder über den Weg. Darauf freuen wir uns schon!

    Und falls der Technik bis dahin immer noch nicht läuft, bringen wir Werkzeug mit. Ahnung haben wir zwar auch keine – aber wir erscheinen wenigstens zum vereinbarten Termin! 😂😂

    Liebe Grüße von der YOLO 🛥️🥂

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  2. Wie schön das Brandenburg doch ist und es hat sich auch viel verändert. Habe gleich nachgeschaut, wir waren 2015 zur Bundesgartenschau am Pfaffkai und 2016 in der Marina Havel dort.
    Die Werft war damals noch ein hohles Klinkergerippe und viel größer. Schöne Lokation jetzt.😀
    Beim Fotobuch weiter durchblättern haben wir auch den neuen Cobb Grill entdeckt. 😀
    Also kann er nach 11 Jahren …

    Wünschen euch weiterhin eine schöne Zeit und mehr Glück mit den Mechanikern.

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