Ihr glaubt es nicht, wir hatten eine sehr ruhige Nacht! Die Techno - Rock - Rap - Mucke verstummte schon kurz nach 21 Uhr - und dann war Stille. Die ganze Nacht. Drum sind wir sehr ausgeruht, als um 6.15 unser Wecker klingelt.
Zähneputzen, Hund raus, Müll raus, ablegen ... ganz ganz leise, die Meisten schlafen noch am Anleger.
Ebenso leise schleichen wir durch die Stadt. Am Ufer treiben schon mehrere Ladies Sport. Zur Silencio winken geht nebenher.
Kurz bevor wir Richtung Schleuse Brandenburg einbiegen, hat Cheffe auf dem AIS eine Erscheinung.
Es erscheint nämlich ein Schubverband mit 114 Metern Länge und meldet sich an der Schleuse für eine Bergfahrt an. Perfekter gehts nicht - wir dümpeln vor der Schleuse bis unser Taxi kommt. Der Schleusenwärter hat kurz gerechnet und uns dann grünes Licht gegeben, hinter dem Schubverband einzufahren. 5 Minuten warten, dann erscheint unser Taxi.
Die Einfahrt in die Schleuse dauert bei so einem Teil immer bisschen länger. Es dauert noch, bis WIR langsam einfahren, denn erst muss sich das Schraubenwasser von dem "Dicken"etwas beruhigen. Unsere Leinen liegen, alles passt, kann bergauf gehen - ganz ganz soft gehts dahin, wie es sich für einen so schönen beschaulichen Morgen gehört. Und ebenso soft fährt der "Dicke" aus der Schleuse aus, in gebührendem Abstand wir und der Schleusenwärter grüßt fröhlich winkend aus dem Fenster. "MOIN!"
Langsam tuckern wir hinter dem Taxi her, ganz gemütlich, bei uns ist eh Frühstück angesagt. Ich mach das Müsli für Cheffe, fülle den Napf für Jack, und geniesse die Fahrt in der Sonne.
Wir passieren Ketzin.
Gemütlich gehts weiter im Sacrow-Paretzer-Kanal.
Aber wies so is, is bald Schluss mit der Gemütlichkeit - es wird sportlich. Wir geraten in einen Pulk Ruderer. Alles Doppelvierer mit Steuermann / Frau. Ich frag mich immer, was der Steuermann so macht? Ich denk mir, es ist der, der nicht am fittesten ist, aber dafür ne irre laute Stimme hat. Vor uns sind so 5 oder 6 Boote, hinter uns 4 - und ganz schön schnell düsen die ab. Ich glaub die ham sich verfahren ... grade ist ja Ruder WM in Amsterdam. Vielleicht wollten se dahin, oder ham nen falschen Abzweig genommen. Man weiß es nicht!?
Am Ufer, direkt neben uns, rasen die Übriggebliebenen von der Tour de France vorbei. Full speed ...
... fahren se vorbei an ihrem Abzweig.
Alles wieder zurück und dann im Convoi die Räder über die Stufen hochtragen.
Dann fällt den Ruderern ein mal eben anzuhalten, oder wenden, was auch immer. Plötzlich stehen alle mitten im Kanal und nix geht mehr weiter. Keine gute Idee, wenn ein Motorboot in unmittelbarer Reichweite fährt. Cheffe musss das Horn bemühen, damit wir vorbei können. Alle sind willig und machen Platz.
Wir kommen langsam zum Endspurt.
Tagesziel ist wieder die Liegestelle am Jungfernsee. Hier gibts für uns ein schönes Plätzchen im Schatten. Sehr angenehm, in der Sonne wärs ohne Persenning nicht auszuhalten.
Mittags mach ich mir auf dem COBB die restlichen Spaghetti von gestern warm, Cheffe kriegt Apfelpfannkuchen.
Lecker!! Ich krieg auch einen als Nachspeise.
"Oh Mann - und wieder kein Pfannekuchen für mich!"
Was weniger appetitlich ist, sind die Blaualgen am Jungfernsee. Dicke grüne Pampe.
Am Anleger gibts fast ein bisschen Streit. Ne Garage ist in der Anfahrt auf den letzten freien Liegeplatz. Von der anderen Seite kommt mit Vollgas ein Motorboot und rauscht in eben diesen Platz. Nicht die feine englische Art. Verständlich, dass die Jungs von der Garage das nicht lustig finden.
Gegen Abend drehen wir ne Runde mit Jack. Zum Cecilienhof, am Jungfernsee entlang, bis zum Marmorpalais am Heiligen See.
Schloss Cecilienhof mit toll angelegten Beeten und einem wunderschönen Park, mit altem Baumbestand.
Einen der alten, riesigen Bäume scanne ich mit meiner Botanik App ... zunächst erkennt meine App nur DAS, bzw. nix!
Da muss ich wohl deutlicher werden - es ist eine Echte Sumpfzypresse.
Das Marmorpalais.
Der Jahreszeitenobelisk
Wir drehen um und treten den Rückweg an. Man kann hier so viele verschiedene Wege laufen, wunderschön, meist mit Blick auf den heiligen See, so wie hier.
Am anderen Ufer des Heiligen Sees, was sehn wir da? In der Mitte die Villa Metz - früher wohnte hier mal Wolfgang Joop. Rechts ist die Kuppel eines Gartenpavillons einer Villa, und links ? Das weiß ich nicht. Und KI auch nicht!
Nach dem Spaziergang brauchen wir ne Dusche, einfach nur kaltes Wasser - herrlich! Es folgt ein kleiner Imbiss, guter Rotwein, perfekt ist ein wunderbarer, lauer Sommerabend!
Fazit des Tages:
- Im Jungfernsee die Algensuppe schwimmt,
... das Melonenstück treibt mittendrin ...
- farblich, tiptop abgestimmt!















































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