Wecker klingelt - schoon wieder um 5.45 Uhr. Meine App sagt: "Mitten aus dem Tiefschlaf raus, das sorgt für einen schweren Start in den Tag!" STIMMT! Nur sehr zäh komm ich aus meiner Koje, aber die gewohnten Abläufe helfen, langsam in die Gänge zu kommen.
Und die Morgenstimmung im Hafen, DIE macht echt gute Laune!
Der Jack hats gut, der darf nach seinem Morgengassi einfach weiterpennen ...
... während wir pünktlich um halb 7 ablegen, der Hafen schläft noch.
Wir gondeln gemütlich Richtung Lehnitz. Sehr wahrscheinlich gibts an der Schleuse Lehnitz eh Wartezeit, also planen wir das Frühstück für den Wartebereich an der Schleuse ein. Am Lehnitzsee ist es schon ziemlich trüb - Regen in Sicht sagt die Wetterapp. Ja mei, das brauchts eh dringend, wahrscheinlich ist es eh wieder nicht genug.
Wir legen an im Wartebereich.
Außer uns keiner da, der mit zu Berg will, nur Einer, der übernachtet hat im Wartebereich. Anfunken muss Cheffe die Schleuse nicht, die Ansage an der Anzeigetafel ist eindeutig!
Na bitte, Zeit für ein Frühstück! Für jeden von uns!
Mit dem letzten Schluck Kaffe kommt die Schleuse runter, ALK fährt aus - es ist genau 8.30, als die Ampel für uns Grün wird. Schon lange haben wir nicht mehr im Regen geschleust. Heute in der Schleuse Lehnitz kriegen wir Wasser von oben und von unten. Wasser von oben is ja dringend nötig, damits dann unten reicht.
Nach der Schleusung muss ich mich erstmal trockenlegen. Meine Regenjacke war nicht lang genug und ich sitze beim Schleusen immer am Vordeck. Ergo - Hintern nass, Schlüppi ooch! Regen is jetzt wieder auf AUS! Sonne AN! Blauer Himmel.
Hebel bedienen, 15 Minuten warten, bergauf schleusen ... in die Sonne hinein!
Ne Dreiviertelstunde isses jetzt bis zur nächsten Schleuse, Bischofswerder. Da liegen schon 4 Schiffe im Wartebereich und auch im Päckchen. Wir dümpeln rum bis zur Bergschleusung. Zu Fünft fahren wir in die Schleuse ein, teils versetzt, teils nebeneinander, Bischofswerder ist lang und breit genug. Wir haben noch nicht mal unsere Leinen gelegt, da melden die vorderen Boote, dass sie fertig sind und schwupps wird auch schon der Bedienhebel gezogen. Is ja auch egal, was hinten passiert, muss man nicht drauf Acht geben! Begegnet einem oft, ist allerdings nicht unsere Art beim Schleusen.
Nach der Ausfahrt gehts im Gänsemarsch weiter nach Zehdenick. Alle fahren mit gutem Abstand und mit vorgeschriebener Geschwindigkeit. Das passt super!
An der Schleuse Zehdenick, der Letzten des Tages, ist die Zugbrücke schon geöffnet. Bedienung durch Wasser und Schifffahrtsamt. Sonst ist hier ja Selbstbedienung. Brückendurchfahrt ist offen, Schleuse noch rot. Die 3 Schiffe vor uns dümpeln jetzt zwischen Brücke und Schleuse kreuz und quer. Bei Grün sortiert sich die Lage wieder und wir fahren alle ein. Einer Backbord, einer Steuerbord, der Dicke vor uns auch Steuerbord und dann wir daneben nach Backbord. SO! Die Schleuse ist 9,50 Meter breit - die Silencio 4,33 breit und der Dicke neben uns, er heißt der Dicke, weil er NOCH breiter ist als die Silencio ist 4,35 breit. Macht zusammen 8,68 Meter ... bleibt noch bisschen was für die Fender. Cheffe fährt also ein auf Schlupf quasi und wir kuscheln also beim Schleusen mit der dicken AMELIE.
Alles kein Problem - viel verrutschen kann ja nicht! Aber wir halten die Silencio schon ordentlich an der Wand.
Fazit des Tages:
- In Schleuse Fender plopp plopp plopp,
- Presspassung alles tippitop!
- Für Kulinarik sorgt die Birgit - das Festessen einfach nur WOW!
- s'gibt Hirschrücken und Filet von einer wilden Sau!






































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