Was ein Wahnsinnsabend gestern! So warm, man hätte die ganze Nacht draußen sitzen können - OHNE Mücken. Hats hier Nullkommanull!
Dazu vom Nachbarschiff Musik aus den Siebzigern. Vicky Leandros, Roberto Blanco, und Christian Anders - es fährt ein Zug nach nirgendwo.
Jack setzt sich in den Bug und lauscht andächtig!
Alles mit Beleuchtung!
Grad als wir Schlafen gehen wollen, lugt der Mond durch die Wolken. Da muss der Foto nochmal raus.
Mond knipsen ...
... und dann ab in die Koje!
Nachts regnets ein bisschen. Cheffe weckt mich, damit ich nicht baden gehe - meine Decksluke ist nämlich offen. Auf die Uhr schau ich gar nicht, wahrscheinlich muss ich eh bald aufstehn. Wecker ist gestellt auf 5.45 Uhr! Bis dahin schlaf ich nochmal tief und fest. Cheffe auch, sein Wecker weckt nicht, aber ich - ICH kenn keine Gnade! Raus aus den Federn!
Bis zum Ablegen läuft die gewohnte Routine ab, dann können wir pünktlich um halb 7 die Leinen loswerfen. Wir starten wieder in einen herrlichen Morgen.
Die Meierei
Glienicker Brücke mit Schloss Babelsberg
Silenciodach mit Wolken und Funkantenne
Morgenstimmung grandios! Vorne Sonne ...
Auf dem Wasser nix los - genau DAS war der Plan! Wannsee am Sonntag, das geht nur ganz früh, wenn noch alle anderen Bootler schlafen. Jedenfalls rührt sich noch nix in den gut besuchten Ankerbuchten.
Ehemalige Überwachungsanlage des US Geheimdienstes während des Kalten Kriegs - heute Lost Place mit einer der größten Street-Art-Galerien Europas ... und wohl nur mit Führung zu besichtigen.
Ein bisschen Kanalfahren noch bis zur Schleuse Spandau. Halb 9 sind wir da und über Funk heißts, Schleusung so um 9, falls kein Berufsschiff kommt. Aber DIE haben heute Sonntag - noch is nirgendwo Eins in Sicht. Also dann so um 9. Bis dahin Zeit für Cheffes Kaffee, ich hatte schon. 5 vor 9 blubberts an den Schleusentoren - ein gutes Zeichen. Und genau als der Zeiger meiner Uhr auf 9 springt, springt auch die Schleusenampel auf Grün. Wir dürfen einfahren und hochschleusen - ALLEIN!
Nur der Schleusenwärter steht am Rand und beobachtet alles haargenau!!
Nach der Schleuse stell ich auf die kurze Hose um. Es wird wieder warm heut, grad genieß ich den bisschen kühleren Fahrtwind und natürlich die Fahrt am Morgen. Immer ein Highlight für mich - auch mit Industrieambiente.
Ab jetzt läuft ein spezieller Countdown. Der Hafenmeister in der Havelbaude beginnt seinen Dienst um 10. Kurz nach 10 will Cheffe dort anrufen. Selbstverständlich nicht um zu reservieren - nee, nur um uns anzumelden. Und das klappt auch. Ein Liegeplatz ist uns zugesagt, allerdings noch nicht frei, als wir ankommen. Wir legen mal provisorisch an, bis das Schiff vor uns ablegt, dann aufrutschen - 11 Uhr - haben fertig für heute. Jedenfalls mit Fahren!
Mittags gehts zum Italiener Bella Vista - lecker essen mit Aussicht. Ich hatte gefüllte Gnocci mit Pfifferlingen, sehr fein. Vorweg einen Limoncello Spritz.
Und zum Hauptgericht, und da staunt man gar nicht schlecht, gibts alkoholfreies Weissbier, von der Allgäuer Brauerei Büble Bier.
Den sommerlichen Nachmittag verdaddeln wir in der Plicht. Nebenan im Bistro ist Hochbetrieb, genau wie beim Italiener. Beide Locations richtig voll!
Gegen Abend gönnen wir uns im Hafen noch ne Dusche und dann ... ja, was soll ich sagen?? Morgen gehts wieder früh los. Also gute Nacht!
Fazit des Tages:
- Dunkel wars der Mond schien helle,
- beim Nachbarn läuft die siebzger Schlagerwelle.
- Tony Marshalls Schöne Maid,
- hört man übern Jungefernsee sehr weit.
- Am Ende hörn wir Howie noch,
Ja nee, wir bleiben über Nacht!
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