Die Seenotretter

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Mittwoch, 13. Mai 2026

47. Schuhtrocknungsanlage am Pälitzsee

Früh solls wieder losgehn ... Gummigurke abbauen, Anker lichten, ab zur Schleuse Strasen. Draußen kommts mir heut gar nicht mal so kalt vor, aber nass isses wieder - von oben!

Die Aussage - gar nicht mal so kalt - is fürn Eimer. Handling mit nassen und deswegen auch kalten Leinen ist super unangenehm. Und plötzlich friert man nicht nur an den Fingern, nee, es wird einem überall kalt. Google wird sofort befragt - Neoprenhandschuhe fürs Bootfahren findet man vor Allem im Seglerbedarf. 

Schleuse Strasen, alles frei, immer noch Regen.


Der Plan: Pool Position an der Schleuse für die Öffnung um 9 Uhr mit Zeitreserve für Gassi und Frühstück. Bis das Frühstück auf dem Tisch steht, läuft alles nach Plan ... dann meint Anna ... da käm was Dickes! Und jep, es biegt EDWIN um die Ecke.


Berufsschiffahrt hat Vorrang, so wird unser Frühstück SEHR gemütlich. Dauert ja, bis der Dicke sich in die Schleuse quetscht.


Die Wartezeit wird gleich genutzt, um die Wanderroute für heute Nachmittag zu planen - ausgehend von Adamswalde und unserem Ankerplatz im Großen Pälitzsee.

Nu isses soweit - WIR dürfen uns in die Schleuse quetschen. Unser Lieblingsschleusenwärter ist wieder da, da wird natürlich auch geschwatzt.

Ziemlich gleich nach dem Schleusenkanal biegen wir links ab in den Großen Pälitzsee. Schöne Hütten am Ufer.




Sehr tief isser, der Pälitzsee - 26 Meter - bis auf ne Engstellle, da geht der Tiefenmesser unter 2 Meter. 


Wir ankern in der Bucht auf 10 Metern Wassertiefe. 60 Meter Kette dürften da wohl reichen - Cheffe haut alles raus was da is!

Beim zweiten Käffchen des Tages wird überlegt, wo es wohl am Besten gelingt, mit Jack an Land zu gehen. Die kleine Marina Adamswalde, hat zwar einen Steg, aber das Zugangstor ist verschlossen. Erfahrene Pälitzseeankerer - sprich YOLOs - werden kontaktiert. Am Ufer gäbs zahlreiche Möglichkeiten, bisschen tricky am Ausstieg, und am Marinasteg könnts seitlich hinterm Tor gehen. Also, los gehts, Anna wieder first in die Gurke - Jack ist fassungslos!


Nach dem Motto Versuch und Irrtum gehen Cheffe und Anna auf die Suche ... am Steg gehts schon mal nicht. Ganz blöde Metallverbauung vor dem Steg und für Jack wärs auch gefährlich - Aufspringen auf nen Gittersteg, da gibts ganz schnell üble Krallenverletzungen. Sieht man ja alles erst, wenn man näher kommt.


Aber, die Beiden werden fündig. Ganz praktisch hier, Cheffe klemmt die Gurke einfach zwischen die zwei Holzstempen und schon ist man an Land.


Jetzt werden Jack und ich abgeholt.




Landgang heute nur mit Anna und Jack, Cheffe bleibt an Bord, Motorcheck, Ölstand prüfen und nachfüllen. Selbiges beim Generator. Grünzeug aus dem Seewasserfilter entfernen.

Anna und ich starten unsere vorab ausbaldoverte Tour - Adamswalde, Großzerlang, Tortsee, Kleiner Pälitzsee, Uferweg Großer Pälitzsee. Übrigens ... es scheint immer wieder die Sonne, und immer öfter! Wie überall in Brandenburg und Mc Pomm, wunderschöne Wälder, einsame Wege und häufig Blick auf kleinere und größere Seen.







Am Tortsee



Auf dem Weg zum Kleinen Pälitzsee ...



... Presslufthammergeräusch.


Am Kleinen Pälitzsee




Rückweg mit Feldhas'




Auf Schleichwegen und kleinen verwunschenen Pfaden gehts zurück zum Großen Pälitzsee.




Der Uferweg führt durch 2 Campinganlagen. Nicht besonders ansprechend, alles recht ungepflegt, aber unser Weg bis heim ist von Anfang bis Ende ein Genuss! Viel Sonne dazu und nur ein paaar wenige Regentropfen.





Fazit des Tages:

- Das Wetter derzeit kein Genuss,

- richtig kalt und immer wieder Regenguss.

- In der Dusche hängen eingeweicht unsre Klamotten,

- durchnässte Schuhe stehn zu Hauf herum zum Trocknen.


- Da lob ich mir des Dauercampers Schuhtrocknungsmodell,

- aufgespiesste Latschen unterm Schirm - platzsparend  und sehr originell!






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