Die Seenotretter

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Donnerstag, 24. September 2026

165. Und los

Wenn man Richtung Holland startet, wie sollte es anders sein, muss man früh aufstehen. Allerdings ist Sonnenaufgang erst 6.56 Uhr. Aber da liegen wir schon am Versorgungssteg.

Aber vorher Hüttenzauber am Morgen - on top für mich, bisschen Nebel.




Wir legen ab von unserem Heimatsteg ...




... legen am Versorungssteg an - Frischwasser bunkern und Abwassern, Jack darf nochmal raus - und dann gehts los ... endgültig! Leinen los, Fender rein, durch den Stichkanal raus auf die Müritz.



Stimmungsvoller Abschied bei bombastischem Wetter.










Ein Arbeitsponton mit voller Besatzung geniesst die Sonne.





Kanalfahrt bis zur Schleuse Mirow. Was macht da eigentlich Jack? Wie immer pennt er in der Mittelkabine.







In Mirow läuft gerade eine Gegenschleusung, wir legen also im Wartebereich an und warten auf die grüne Ampel. Zeit für Fotos.



Schon bald springt die Ampel auf Grün - abwärts gehts mit uns. Allein in der Schleuse Mirow und mit der Lizenz zum Hupen. Ich weiß, das sagt man nicht - Cheffe gibt Hornsignal, weil er hier MUSS! Super!!


Kein Gegensignal ertönt - also freie Fahrt für uns. Den Schwänen isses eh egal, wer daherkommt.


Wartestelle Diemitz mit unserem Lieblingsübernachtungsplatz - alles leer ...


... die Ampel wird grün, sobald wir um die Ecke kommen. Kaum in der Schleuse, kommt noch ein Boot hinter uns her. Na DER muss ja ein ordentliches Tempo vorgelegt haben, den haben wir die ganze Zeit nicht gesehen. Wir rutschen in der Schleuse bis ganz vor und die Leute vom Schiff hinter uns kündigen ein weiteres Schiff an. Auf das warten wir jetzt. Und warten, und warten ... bis es dem Schleusenwärter zu bunt wird und er beginnt, die Tore zu schließen. Grad da kommt das Schiff um die Ecke. Tore gehen wieder auf - nur leider will das Schiff im Wartebereich anlegen. Ookaay ...



Kurz bevor die Tore wieder schließen, entscheidet man sich doch noch zur Einfahrt in die Schleuse. Ookaay ... Na auf DEN Kaschperl ham wir grade noch gewartet.


Schlussendlich liegt die Schüssel richtig in der Kammer und es geht endlich los.


In der Schleuse Canow liegt schon eine Garage, da ist für den Kaschperl kein Platz mehr. Auch recht!


Ich setz mich raus in die Sonne, Frühstück geniessen. Quark mit frischem Obst.


Für die Männer isses schon Zeit für einen Mittagsimbiss.


In der Schleuse Strasen verabschieden wir uns von unserem Lieblingsschleusenwärter und sind gespannt, was uns an der Schleuse Steinhavel erwartet. Wegen Bauarbeiten ist mit Einschränkungen zu rechnen - die YOLO wartet dort schon 2 Stunden. Wir kommen an.


Es liegt nur ein Schiff vor uns im Wartebereich, die Schleuse befördert grade volle Ladung nach unten. Da kann ich mit Jack aussteigen und ne Runde drehen. Am Wartebereich gehts steil bergauf, von oben gibts Ausblick auf die Silencio und einen schönen Waldweg für Jack ...



... und Tiefflieger überm Kanal.


45 Minuten warten wir bis zur Einfahrt, das ist dann doch zügig gegangen und wir sind ja auch gleich am Ziel - Wartebereich Unterwasser Schleuse Steinhavel. Kaum angelegt, kommt der Funkspruch von der YOLO. Natürlich hat uns Thomas im AIS gesehen. Die YOLO liegt im Moment vor Anker im Röblinsee und verlegt später zu uns in den Wartebereich für ein letztes Treffen. Aber zuerst wollen wir nach dem langen Fahrtag ne Runde im Wald laufen, selbstverständlich mit Pilztasche.


Viel ist nicht zu finden, ein Birkenpilz, mehrere schöne Maronen, und den schönsten Steinpilz der Saison. Ein makelloses Exemplar.


Als wir zurück kommen, liegt die YOLO schon da. Wie schön! Großes Hallo und Wiedersehensfreude. Kurz drauf sitzen wir schon zusammen in fröhlicher Runde, nochmal richtig schnacken, lachen und Wein dazu trinken - einfach nochmal zum Abschluss eine schöne Zeit haben. Und DAS haben wir! Der Abschied allerdings ist unausweichlich, wir drücken uns nochmal fest und herzlich, und dann ist unsere gemeinsame Zeit für diese Saison vorbei. Ihr Lieben, es war sooo schön mit euch, immer herzlich, mal ernst, sehr oft heiter und lustig. Einfach immer eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Machts gut und habt noch schöne Tage auf dem Wasser.

Bleibt jetzt nur noch ein kurzes Abendgassi für Jack - heute mit Beleuchtung.



Fazit des Tages:

- Müritzabschied zauberhaft,

... kriegt niemand mit ...

- weil im Hafen alles noch schlaft.

- Abschied von YOLO, Wehmut kehrt ein,

- ein bisschen erträglicher machts uns heut der Wein.




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