Die Seenotretter

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Freitag, 4. September 2026

146. Verkackt

Spät werfen wir heute die Leinen los, jedenfalls für unsere Verhältnisse. Es ist schon 9.10 Uhr.

Der Tag beginnt wolkenverhangen, aber immerhin ist es trocken und warm. Die Fahrt durch die Havellandschaft hat auch ohne Sonne ihren Reiz.




Es ist nix los, nur ein Berufsschiff begegnet uns in der Früh. Die BURGWALL.


Erste Schleuse Schorfheide mit neu angelegtem Wartebereich im Unterwasser. Es hängen noch Absperrbänder an den Stempen und DAS irritiert meinen Captain soooo, dass er sein erstes Anlegemanöver des Tages ... ich sach ma sooo ... total verkackt! Am Ende klappts, aber schön und leise geht anders!

Ein paar wenige Sportboote kommen uns irgendwann entgegen, aber im Prinzip sind wir allein auf weiter Flur. Der Plan ist, heute an der Schleuse Regow im Wartebereich anzulegen und Ziegenkäse zu kaufen. Ab 12 Uhr soll geöffnet sein und wir sind super pünktlich da. 5 nach 12 steh ich vor dem Hofladen. Geöffnet ist schon, prima!


Im Garten bollern die Birnen vom Baum ...


... in der Auslage liegt schon appetitlich das leckere Ziegenkäsesortiment.


Ich nehme von Allem was mit - die Sorten, die ich nicht kenne, darf ich gleich probieren. Die Bedienung ist super nett, bisschen quatschen wir noch, dann zieh ich mit der voll bepackten Tasche wieder ab. Endlich mal hat die Öffnungzeit zu unserer Fahrzeit gepasst. Ik freu mir!! Kurzer Blick in die Einkaufstasche, dann gehts wieder weiter, sind ja noch paar Schleusen.

 

Bis wir mittags den Stolpsee überqueren, nimmt der Wind ordentlich zu.


Aber richtig zapfig bläst der Wind erst beim Anlegemanöver im Wartebereich der Schleuse Fürstenberg. Und da isses noch richtig bescheiden anzulegen, denn ein kleines Sportboot liegt mittendrin. Also müssen wir uns vor ihn an die Stempen hinbasteln, um die Schleuse zu bedienen. Der Typ vom Sportboot kraxelt grade über die Stempen und über das Schiff der Wasserschutzpolizei - er will einkaufen gehen. Wir sprechen ihn an, dass er da ziemlich doof rumliegt, aber er meint nur: "WIESO?? Passt doch!" Und weg isser. Letzte Schleuse von Fünfen heute ist Fürstenberg. Bei der Ausfahrt erwischt uns dann doch noch der Regen und auch beim Anlegen im Wartebereich Steinhavel schüttets aus Eimern, endlich mal richtiger Regen!


Trotzdem darf der Jack gleich raus und zum Glück erwisch ich mit ihm ein etwas regenärmeres Fenster. Kaum im Schiff, prasselts wieder los. 18 Uhr verlegen wir die Silencio ganz nach vorn in den Wartebereich - morgen früh wolln wir die Ersten sein. Und 18 Uhr, weil Elwis sagt: Schleuse Steinhavel ab September 9 bis 18 Uhr. Wir wundern uns schon die ganze Zeit, weil die Schleuse Fürstenberg immer noch 7 bis 21 Uhr geöffnet hat. Merkwürdig! Kaum liegen wir ganz vorn, kommt noch ein Boot und will schleusen - NACH 18 Uhr! Und tatsächlich!! Die Schleuse funzt immer noch und auch ne Talfahrt ist grad im Gange. Na egal jetzt, wer auch immer noch hier schleusen will, wir bedienen gerne. Immer zu Diensten. Aber wehe, wir werden gleich bei unserem Ziegenkäsedinner gestört - DAS geht ma gar nich!



Fazit des Tages:

- An erster Schleuse liefs beknackt,

- das Anlegen total vekackt.

- Nix los hier im Kanal und auf den Seen,

- drum hat zum Glück das Elend gar niemand gesehn!



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146. Verkackt

Spät werfen wir heute die Leinen los, jedenfalls für unsere Verhältnisse. Es ist schon 9.10 Uhr. Der Tag beginnt wolkenverhangen, aber immer...