Wecker 5.15 Uhr - aber ich wär ja nicht ich, wenn meine innere Uhr nicht auf Sonnenaufgang justiert wäre. Also raus aus den Federn um 4.45 Uhr. Ein gute Entscheidung ... ach was!! Eine SUPER Entscheidung!
Meine Fotosession bleibt nicht unbemerkt von Cheffe. Ich schleich mich zwar möglichst leise raus, aber Jack, der Verräter, wedelt dann wie verrückt und direkt unter seiner Wedlerei ist Cheffes Schlafgemach. Da isses natürlich auch für Cheffe vorbei mit der Nachtruhe. Aber ne Viertelstunde hin oder her macht das Kraut nicht fett - Anker auf also bisschen früher als geplant - nämlich 5.30 Uhr.
Blick zurück zur Ankerbucht.
... und dann voraus. Wir gleiten auf glattestem Wasser in einen wundervollen Morgen.
Der Himmel erinnert mich an den Persianermantel meiner Oma ... nur in weiß.
Pälitzseehütten
Nu sind wir raus aus dem Großen Pälitzsee ...
... kommt gleich noch einer - der Kleine Pälitzsee nämlich - auch mit Hüttenromantik.
Dieser Morgen ist ein einziger Genuss! Wie gut, dass so viele gar nicht wissen, WAS ihnen entgeht - so sind wir komplett allein unterwegs! Nebenbei noch den ersten Kaffee des Tages schlürfen .. alles sehr perfekt!
Wir nähern uns nach einer Stunde der Schleuse Canow.
Es ist erst halb 7, ne halbe Stunde Zeit bis Schleusenöffnung und im Oberwasser darf gleich ein Schiff zuerst einfahren. Cheffe nutzt die Zeit zum Feudeln, ich geh mit Jack im Wartebereich bisschen Gassi. Bis ans Ende des Wartebereichs zum Fotografieren. Ein ganz besonderes Ereignis akustischer Art. Ein Schiff lag über Nacht am Ende des Wartebereichs - und da alles schläft ... einsam schnarchts - aber wie. Und daie Schnarcherei im Wettstreit mit dem Drosselrohrsänger, der im Schilf vor sich hin scheppert wie wild. Wahrscheinlich verteidigt er sein Revier gegen den Schnarcher!? Eine sehr spezielle Akustik, das kann ich euch sagen. Aber die Motive, die sind toll!
Punkt 7 kommt Leben aus der Schleusenbude. Die Schleusenwärterin samt Schleusenkatze erscheint und ... Simsalabim ... das obere Scheusentor öffnet sich. Wir schauen mal durchs Fernglas, wer da so früh schon einfahren will - TATSACHE!! Es sind Hannelore und Helmut aus Röbel. So ein Zufall!!
Fröhliches Hallo im Vorbeifahren und liebe Grüße für die YOLO geben se noch mit. Werden wir nachher im Vilzsee gleich ausrichten.
Die Schleusenwärterin wartet noch mit der grünen Ampel, bis das Hallo ein Ende hat, dann dürfen wir einfahren und es geht aufwärts. Fertig in 3 - 5 - 9 Minuten ... und Auf Wiedersehen!
An der Schleuse Diemitz ist das Tor schon offen, aber die Ampel noch rot - wird aber bald grün. Unser ehemaliger Kundenbetreuer schleust uns bergauf. Netter Kerl, kurzer Ratsch, bis zum nächsten Mal!
Wir sind eh schon kurz vor unserem Tagesziel - dem Vilzsee. Der Anker fällt - Cheffe haut wie immer alle 60 Meter raus, denn Gewitter sind angesagt. Da soll alles halten wie Bombe. Naja, sonst auch, aber bei Gewitter besonders! Erste Amtshandlung, nachdem der Anker sitzt - Gummigurke klarmachen. Kritisch beäugt Cheffe den Schwan. Baden wollen wir auch gleich, damit warten wir aber auch, so lange bis sich der Schwan wieder verzieht.
Aber dann - Richtiges Anbaden - nach YOLO - Definition! Einmal rum um die Silencio. SO! Jetzt gilts!
Danach Frühstück. Gewohntes Müsli für Cheffe, für mich heute Brot, weil ohne Generator kein Porridge. Egal, schmeckt auch. Und der hier - der hat auch Hunger. Der muss noch bisschen Ausschau halten nach seinem Frühstück.
Batsch - so 30 Meter neben der Silencio bombt der Fischadler ins Wasser ...
... tataaa - Frühstück gesichert!
Cheffe und ich bomben auch nochmal ins Wasser - najaaaa, bomben is vielleicht etwas übertrieben ... wir gehen halt baden.
Da kommt auch schon die YOLO an. Zwischen Kugelfender, Handtuch und Wäscheklupperl werfen sie ihren Anker - rein optisch.
Thomas kommt gleich mit der Rubberyolo angefahren - Brotlieferung exklusiv! So einen Service kriegt nicht jeder - dankeschön ihr Lieben fürs Besorgen.
Ab mittags verbringen wir, wie bei jedem unserer Treffen, einen herrlich unkomplizierten Nachmittag!
Die Beiden, Birgit und Thomas, sind sehr mutig, denn heute startet die Mission Pizza aus dem Gas Cobb und auf dem Pizzastein. Na denn los - Gasgrill auf Vollgas vorheizen und ... rein damit.
!0 Minuten - dann riech ich schon - DAS war wohl zu lang! Oben fast perfekt, unten, was soll ich sagen ... SEHR knusprig und SEHR schwarz. Trotzdem essen alle tapfer. Aber ich meine, es hat auch allen geschmeckt!!
Zweiter Versuch mit weniger Hitze - schon besser, dritter Versuch, nochmal was geändert, nochmal schwarz, aber nicht soo schwarz. Kann man essen.
Danach gibts noch Aprikosenkuchen und wir geniessen den Nachmittag zusammen. Leider müssen wir so gegen 18 Uhr los. Aber wir sehen uns ja morgen zum Konzert bei Most& Kost schon wieder. Da fahren wir halt mit dem Auto hin. Anker auf und ab zur Schleuse Mirow - der Fischadler schon wieder auf Futtersuche.
Bis zur Schleuse isses eine Stunde, bis wir dort sind, mach ich schon mal den Abwasch. Hat sich was angesammelt - wir wollten kein Warmwasser produzieren, lieber Stromsparen. Jetzt lädt die Batterie ja beim Fahren wieder auf.
Der Wartebereich an der Schleuse komplett leer.
Nur auf die Gegenschleusung warten, dann dürfen wir einfahren und hochschleusen ... ja denkste! Einfahren schon, aber nicht wie vermutet allein und gleich hinten festmachen - nee, nee. ganz nach vorne ans Tor müssen wir und warten müssen wir auch!?!? Warum? Das Fahrgastschiff MÜRITZ kommt noch und soll hinter uns in die Schleuse einfahren. Na denn Prost! Hab ich ja immer dick so ganz vorn am Tor und ganz dicht hinter uns so ein Dicker.
Noch unten
Schon oben
Vor ca. 4 Wochen wars umgekehrt, erst die MÜRITZ und dann wir - da isses heute wesentlich entspannter. Nur die Leinen müssen ordentlich stramm sein, damits die Silencio weder nach vorne zum Tor, noch nach hinten zur MÜRITZ schiebt, denn der Schleusenwärter gibt ganz schön Gas. Nach der Schleusenausfahrt fahren wir rechts ran und lassen das Fahrgastschiff vorbei ...
Von der MÜRITZ wird heftig gewunken, nicht nur die Passagiere, auch das Personal und der Kapitän winken heftig. Und der Kapitän hornt sogar - DA lässt sich Cheffe dann auch nicht lumpen und hält dagegen, zum Gruß natürlich!
Im Kanal bei Lärz ist Vorsicht geboten. Sind schon jede Menge Menschen auf dem Festivalplatz für die Fusion, die nächsten Donnerstag beginnt. Und jede Menge Leute suchen bei diesem Wetter Abkühlung und schwimmen kreuz und quer im Kanal rum.
Abendstimmung in der kleinen Müritz.


Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die Ankerbucht vor dem Rechliner Badestrand. Freitag abend, da hatten wir eigentlich Äktschn erwartet. Aber, wir sehen eine total leere Bucht, tote Hose bei allerbestem Sommerwetter und besten Ankerbedingungen. Da schauts her!
Na uns solls recht sein! Anker fällt, sitzt, Gummigurke wird zum Abendgassi gestartet. Ich bring in der Zwischenzeit sämtliche Mückennetze an. Ein erfrischendes Bad nehmen wir noch in der Müritz, Sundownstimmung inklusive ...
Ein Gläschen Cider zum Abschluss eines ganz wundervollen Tages - einfach nur perfekt von A bis Z!!
Fazit des Tages:
- Wie Cheffes Oma annodazumal schon wusste,
- hat ganz besondre Eigenschaften eine sehr sehr dunkle Kruste.
Sie sagte immer ...
- Davon kriegt man eine ganz ganz feine Stimme,
Ich vermute mal ...
- seit heut können wir ganz locker Opernarien singen!
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