Die Seenotretter

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Freitag, 12. Juni 2026

77. Wasser- und Waldtraffic

Statt angesagtem Dauerregen scheint schon morgens die Sonne. Frühstücken, Hund lüften, alles klar machen zum Ablegen. Wir wollen nochmal zur Kleinseenplatte, bevor in vielen Bundesländern die Sommerferien anfangen. Also durchstarten, zu einer für uns ungewöhnlichen Zeit - nämlich erst nach 10 Uhr. 



Ich bin schon mal gerüstet für die Fahrt.


Nebenbei muss Jacks Lieblingskumpel geflickt werden - der verliert zur Zeit sein Innenleben.


Schon in der kleinen Müritz muss Cheffe das Horn bemühen. Is ja nicht so, dass er keinen Spaß dran hat, aber Spaß machts halt keinen, wenn dir ein Schiff konsequent auf deiner Seite entgegen kommt.


Gleich drauf kommt aus dem Abzweig nach Buchholz ein ganzes Geschwader daher. UND sie biegen vor uns ein in den Kanal Richtung Mirow. UND ... es ist ein feindliches Kuhnlegeschwader. VIER Schiffe gleich. Immerhin ... es ist unbestritten besser sie vor uns zu haben, als hinter uns.


Hinter uns kommt aber auch ein Schiff, natürlich mit ordentlicher Bugwelle - 9 kmh sind das ganz sicher nicht. Und auch dieses Schiff ist bei Kuhnle gechartert, genau wie das Piratenschiff, das ebenfalls am Horizont auftaucht.


Die Herrschaften hinter uns hams eilig und halten Ausschau nach Überholmöglichkeiten im Kanal. Dieses Vorhaben muss allerdings aufgegeben werden - auch mit Kapitänsmützen geht hier im Kanal gar nix! Auch nicht, wenn man ziemlich nah auffährt.



Mal ganz abgesehen von dem Durcheinander vor uns.


Seerosenblüte voll im Gange -


- ganze Teppiche säumen das Ufer. Wunderschön!



Im Wartebereich der Schleuse Mirow schaun wir erstmal, was die Kuhnledampfer vor uns so anstellen. Wir lassen mal Platz zum Manövrieren - es wird hier im Päckchen gelegen.


Wir rechnen hoch - die 4 Kuhnledampfer vor uns plus WaschPo ...


... müsste eigentlich in einem Schleusendurchgang passen. So isses auch - Gegenschleusung noch, dann sind wir drann, nach knapp 1,5 Stunden Wartezeit. Am Rückweg, DAS wissen wir jetzt schon, stehen wir ganz sicher um 7 vor der ersten Schleuse. 10 Uhr erst losfahren ... wer is denn auf DIE Idee gekommen???? Schleusenwartebereich inside Silencio.


Immerhin, nachdem wir aus der Schleuse kommen, ist der Traffic vor uns bereinigt und die Schiffe hinter uns biegen ab nach Mirow. Mit uns ist nur Familie Schwan unterwegs.



Ein Stünderl bis Diemitz, dann anlegen im Wartebereich ganz hinten. Ein Platz mit Aussicht aufs Wasser.


Man ist empört, dass wir hier anlegen!


Alles ordentlich festgemacht ...


... die Gurke startklar machen, Jack scharrt schon mit den Hufen.



Alle einsteigen - los gehts.





Vor der Schleuse, im Kanubereich, legen wir an - alle wieder aussteigen ...



... einmal in die Schleuse guggen, dann gehts in den Wald.



Obwohl wir in Diemitz schon sehr viel gelaufen sind, finden wir wieder einen neuen Weg im Wald. Ziemlich schön. Nur Eines nicht - die Stechmücken haben scheints seit Wochen gefastet. Die stürzen sich auf uns wie Vampire, auch nur ganz kurz stehen bleiben geht gar nicht. Nicht nur Cheffe und ich werden angezapft, auch Jack, so dass ihm schon das Blut übers Gesicht läuft. Völlig irre!


Immer an der Wand lang.


Schon bald steuert Jack zielsicher ins hohe Gras. Was will er denn jetzt?? Der Herr legt sich hin - hat er schon genug oder was? Wenn ja, hilfts auch nix. Bisschen laufen wir schon noch.


Als wir irgendwie im Bogen durch den Wald zurück gehen, nehm ich plötzlich im Augenwinkel eine Bewegung wahr. Reh, denk ich mir und rufe Jack zurück. Ein Reh isses nicht, es ist ne kleine Rotte Wildsauen, so ca. 50 Meter weg. Uups, da hauen wir doch den Rückwärtsgang rein, trollen uns ganz fix und nehmen einen anderen Weg. Jack bleibt erstmal an der Leine, was er blöd findet, als ein Hase vor uns übern Weg flitzt. Ganz schön was los hier. Nach 2 Stunden sind wir wieder an der Gurke, und fahren zurück zur Silencio.


Auf den Stempen immer noch Traffic ...


... mit Artistikprogramm.


Wie immer nach dem Laufen ham wir Hunger. Da gibts heut die schnelle Lösung - Reste von gestern. Hinterher die letzten Stückerl Rhabarberkuchen. Mittlerweile isses schon nach 6. Ab 18 Uhr sollte es regnen laut Vorhersage - und jetzt?? Kuchen in der Sonne verspeisen ...


... und ein Nickerchen machen.



Fazit des Tages:

- Es ist kein Fuchs und auch kein Reh,

- was ich im Wald da rennen seh.

- Kann ich denn meinen Augen trauen?

- Es ist tatsächlich eine Rotte Sauen.

- RÜCKZUG!! Gerne auch mal schneller,

... denn Wildsau lieb ich nur ...

- wenn se liegt auf meinem Teller!




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