Die Seenotretter

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Dienstag, 21. Juli 2026

115. Der Große Stechlinsee - Top of the Tops

Um 8 solls heute losgehn. Früher geht nicht, weil die Parkhalle, in der unser Auto steht, erst um 8 geöffnet wird. Da stehen wir dann pünktlich und scharren schon mit den Hufen. Wir fahren mit dem Auto nach Neuglobsow am Stechlinsee und wollen den See umrunden. 

Parkplatz gibts hier genug, es gibt 3 Riesenparkplätze und so früh am Morgen ist noch alles frei. Parkticket lösen ... Cheffe meint 3 Stunden reichen doch, oder? Ich weiß ja nicht!?!? Lieber ein Ticket für mehr Stunden lösen - da bleibt nur das Tagesticket. Auch recht.

Los gehts  - ein kurzes Stück durch den Ort Neuglobsow, und schon sind wir am See. Stellt sich die Frage: Links rum, oder rechts rum? Wir entscheiden uns und biegen links ein in einen wunderschönen Weg direkt am Ufer des Stechlinsees.



Ruderboote und Kanus dürfen hier fahren - alles darf aufs Wasser, was keinen Motor hat. Aber auch an der Verleihstation, so früh am Tag, noch tote Hose.




Wir begegnen keiner Menschenseele und geniessen einfach nur diesen traumhaft schönen Uferweg. Und nicht nur für Cheffe und mich, auch für Jack ist es wie im Paradies. Er hat auch schon ein Trainingsgerät gefunden.






Was ham wir hier? 

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Der Stechlinsee ist der tiefste See Brandenburgs - 70 Meter. Besonders besticht er durch sein glasklares Wasser. Sichttiefen bis 10 Meter sind keine Seltenheit. Daher auch sein Name - Stechlin ist abgeleitet von dem slawischen Wort "steclo" - bedeutet Glas.



Den kompletten Weg, von Anfang bis Ende, können wir am Ufer entlang laufen. Wirklich ein Traum!!












Der Waldboden federt manchmal so unter den Füssen, dass man sich fühlt wie auf einem Trampolin. Kann man fast drüberschweben. Dicke, feste Moospolster soweit das Auge reicht.



Wettergegerbte Wurzeln und Baumstämme geben der Natur ihre ganz eigene Note.



Blitzeblank poliert, von Wind und Wasser, ist dieser Stamm.


Fast 15 Kilometer lang treffen wir einfach Niemanden ...




... und dann hör ich tatsächlich Stimmen, die uns entgegen kommen. Es sind Radler, gleich ZWEI! Ich hör die Frauenstimme: "Da sind Menschen", sagt se ... cruist um die Kurve und ruft begeistert: "Hallo ihr Menschen!" Die Beiden waren wohl genauso einsam unterwegs wie wir. Nach einem kleinen Ratsch, düsen die Radler weiter und wir nehmen wieder unseren gewohnten Lauftrab auf. Auf ein Wanderpaar treffen wir noch - Jack muss ja bei Begegnungen sitzen oder Fuss gehn - da sind die Wanderer sehr enttäuscht. "Was war das früher schön, als die Hunde jeden freundlich begrüßten und vor Begeisterung an einem hochgesprungen sind" - schwelgen sie. Tja - können se haben! "Jack lauf!" ... und schon geht das freudige Gewedel los. Das Paar ist sehr begeistert.

Langsam sind mehr Menschen im Orbit. Das Ziel, wieder Neuglobsow, rückt näher. Fast jede kleine Badebucht ist mittlerweile besetzt, Radler und Wanderer tummeln sich jetzt schon paar mehr auf dem Weg. Sehr verständlich, diese Wanderung ist ja auch einfach ein richtiges Sahnestück! Eindeutig zählt sie zu unseren Best ofs ... wenn sie überhaupt zu toppen ist. Wieder in Neuglobsow angekommen, begrüßt uns die "Libelle" ...


... der "Gaukler" ...


... und die "Königin der Nacht".


Die Drei sind Teil des Skulpturenrundwegs um den Dagowsee. Der geht auch direkt in Neuglobsow ab. 4 weitere Kilometer wären das ... NO WAY!! Wir hab 18,5 Kilometer intus - DAS reicht dicke! Lieber steuern wir den herrlichen Biergarten des Luisenhofs an, um uns zu stärken, mit einem kühlen alkoholfreien Weissbier und einem leckeren Mittagessen, bevor wir den Heimweg antreten. Ich kann euch sagen, wenn man nach dieser Tour einmal sitzt, dann isses verdammt schwer, wieder in die Senkrechte zu kommen!


In Mirow gibts einen kleinen Zwischenstop - Bücher und ein Packerl abholen in Schmitts Buchladen. Peter macht meine Rechnung fertig und hat wie immer ein schlechtes Gewissen, als er mir den Betrag nennt. Bin ich ja selber schuld, hab ich ja auch bestellt. Aber so isser halt, der Peter. Meine Schätze trag ich zum Auto aufm Parkplatz. Dort wartet Cheffe mit Jack, der ziemlich erschossen in seiner Box liegt. Für Zweibeiner sinds 18,5 km, für Vierbeiner das Doppelte. Kein Wunder, dass er sich nicht mehr freiwillig rührt.


On Silencio wird zuallererst die Bude durchgelüftet und die Persenning montiert, und dann das Packerl geöffnet. Da ist meine neue Sonnenbrille drin. Eigentlich wollte ich genau die, die Birgit hat. Meine ist jetzt doch anders - anders schön. Nur bisschen enger muss sie gemacht werden hinter den Ohren. UND ein Band brauch ich noch, damit ich sie nicht wieder im See versenke! By the way fällt mir auf, dass ich beim Heimaturlaub demnächst dringend einen Friseur brauche!! Im Moment muss es eben die neue Sonnenbrille rausreissen.


Käsekuchen und geeister Cappuccino wird in der Plicht serviert - grad so schaff ich den Weg zum Kühlschrank und zur Kaffeemaschine, aber dann, dann hab ich fertig für heute - TOTAL fertig!!


Fazit des Tages:

- Die Wanderung heut top top top,

- bei Brillenprobe, ist die Frisur ein Flop!

- Plattgelatscht sind unsre Treter,

- 8 Haxen machen freiwillig heut keinen Zentimeter! ... mehr!




1 Kommentar:

  1. Was für ein toller See – wir wären wirklich gern dabei gewesen! 😍 Eure Wanderung klingt nach einem echten „Top of the Tops“. Und Jack hat sich seine Ruhe redlich verdient. 🐕🥾

    Passend zum Stechlin hier noch etwas von Theodor Fontane:
    👉 Fontane – Der Stechlin⁠

    Liebe Grüße von der YOLO an die SILENCIO! ⚓🛥️

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