Ausschlafen, frühstücken, Laufschuhe an ... und jetzt regnets. Laufschuhe aus, nochmal rein ins Schiff und abwarten. Dauert auch gar nicht lang - jetzt aber los. An der SVEKAT neben uns wird noch kurz geschnackt ... mit Hintergrundsound.
Denn auf der anderen Stegseite keift ein Vierbeiner aus dem Schiff.
Der wär neulich schon fast durch die Achterluken geschossen, als ich mit Jack vorbeiging.
Jack sitzt lässig am Steg und lässt den Köter, der sich schon ganz heiser gebellt und geknurrt hat, abtropfen.
Wir laufen unsere Runde ab Silencio, das Auto brauchen wir heut nicht. Es geht nach Boek und über eine große Waldrunde zurück.
Gleich am Anfang organisiert sich Jack schweres Trainingsgerät - und das trägt er mit Feuereifer bis zum Schluss.
Auf dem Weg nach Boek biegt Jack schon an einer bekannten Stelle ab. Hier schauen wir immer nach Pfifferlingen. Na, da tun wir ihm doch den Gefallen. Pfiffer - Fehlanzeige, Jack macht dafür ein Päuschen.
An der üblichen Badegelegenheit hier im Wald muss Jack leider bei Fuss vorbei - stinkt wie Hulle die Brühe. Heute gehts allerdings prima auch ohne Bad, denn es ist nicht wirklich heiß und der Wind liefert für Mensch und Hund angenehmstes Laufwetter ... nicht nur im Wald, auch auf Wiese und Feld.
Ein ganz kurzes Stück laufen wir am Getreidefeld - Jack wedelt alles ordentlich durch und es umweht uns ein sehr intensiver Duft nach Kamille.
Im Wald gehts weiter bis zu einem Seitenweg. Den checken wir auf Topo GPS ... und das schaut gut aus. Der Weg führt zum Hofsee, den könnten wir einmal umrunden - mal was Neues probieren. Wir laufen durch einen richtigen Märchenwald ...
... allerdings ist der Weg teilweise ordentlich zugewachsen mit ziemlich hohen Brennesseln. Arme hoch und durchpflügen. Danach gehts auf schönem Weg weiter. Manchmal isses halt so, dass was Schönes auch ein Ende hat. Und das Ende kommt nach einem guten Kilometer. Nix geht mehr, da gibts keine Möglichkeit, ans andere Ufer zu kommen.
Hilft nix, außer umkehren und den üblichen Weg nach Hause laufen. Da biegen wir bald ab in den Weg, der gesäumt ist von lauter Kirschbäumen. Vogelkirsche zwar, aber durchaus lecker - wenig Fruchtfleisch um den Kern rum, aber lecker im Geschmack. Cheffe meint, man könnt Marmelade draus machen. Na dann viel Glück beim Entkernen, Cheffe - für DIE Marmelade bin ICH nicht zuständig!
Jede Menge
Kirschpflaumen, so voll mit Früchten, dass wir uns immer wieder unter den Ästen durchwurschteln müssen.
Auch Apfel ist im Angebot.
Hinter den Obstbäumen liegt ein riesiges Sonnenblumenfeld. Das kommt blütenmäßig langsam in die Gänge. Nächste Woche ist es bestimmt voll aufgeblüht und ein einziges Sonnenblumenmeer.
Letzter Wegabschnitt, bevor wir wieder in der Silencio ankommen ...
... dann sind sie rum, die 14 Kilometer. Man kann sagen, Jack läuft nach dieser Strecke ausgesprochen gut Fuss - das ist sonst NIE seine Spezialität.
Wir kriegen zur Stärkung einen Räuchersaibling, das kriegt Jack schon gar nicht mehr mit. Er ist scheints ziemlich planiert.
Mein KI Coach in der Fitnessapp meint, ich habe mir jetzt Entspannung verdient - na DER is ja gut ... ich muss noch in Wimbledon ran.
Fazit des Tages:
- Was denkt der Jack vom Nachbarshund?
- Hey, der Köter läuft wohl nicht ganz rund!
- Was meint der, der taugt doch bloß als Futter,
- verspeisen könnt ich ihn auf Toast mit Butter!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen