Abschied von Himmelpfort ...
... kurz nach der YOLO legen wir ab und tuckern gemütlich hintereinander her über den Stolpsee.
Vom Stolpsee gehts über die Siggelhavel zum Schwedtsee bei Fürstenberg.
Hier kommt der Funkspruch von Thomas - Verabschiedung, schön wars, die YOLO-Crew geht vor Anker und dann in Fürstenberg einkaufen. Wir hingegen fahren weiter und schleusen wieder zu Berg Richtung Müritz.
Fürstenberger Schleuse erledigt, vorbei an der Bernschen Mühle - Lost Place Ruine vom Feinsten und immer ein Fotomotiv.
Bernsche Mühle
Hab ich schon erwähnt, dass es einen saumäßig, abartig zapfigen Wind hat? An der Schleuse Steinhavel drückts uns beim Anlegen rackizacki an den Wartebereich ran. Zum Ablegen muss tatsächlich das Bug- und Heckstrahlruder ordentlich ackern. Der Wind weht einfach knackig und auflandig.
In der Schleuse passt soweit alles, die Schwalben haben windgeschützt ihr Nest gebaut.
Schleuse Strasen, die erste, die wieder vom Wärter bedient wird, macht grad Mittagspause. Dafür geht die Schleusung um so schneller - Schleudergang ... das tut nicht Not!
Überraschung bei der Schleusenausfahrt. Plötzlich rufen und heftiges Winken von der angrenzenden Restaurantterrasse - mit Halloo und Schön euch zu sehen. Es ist der ehemalige Hafenmeister Thomas Weinreich mit seiner Frau. Er hat seine Marina, das Bootshaus am Stolpsee verkauf - will noch was vom Leben haben ... da hat er Recht und so wie die Beiden ausschaun, geniessen sie es in vollen Zügen. Das freut mich sehr für die Beiden, nur schade, dass für uns das Bootshaus am Stolpsee keine Freude mehr ist - nur noch Garagen liegen da zur Vercharterung, Garagen ist noch übertrieben, eigentlich nur Bretterbuden. Das ist schade und es gibt ja, wie wir jetzt wissen eine herrliche Alternative in Himmelpfort.
Weiter gehts, gemeinsam mit einem Charterschiff kommen wir zur Schleuse Canow - Anlegen im Wartebereich, es wird grade zu Tal geschleust. Das erste Schiff fährt aus und mit Karacho und irrer Bugwelle durch den Schleusenkanal. Anschiss gefällig? Da kennt Cheffe nix! Und wieder kriegen wir den Schleuderwaschgang. Also echt jetzt. Es pressiert ja nix, is ja nix los ... obwohl ... Garagen sind schon einige unterwegs, um nicht zu sagen ein paar viele. Ja is denn heut Weltgaragentag??
Diemitzer Schleuse noch, wir schon auf Schleuder eingestellt ... Was kommt nach Schleuder? Weichspüler! Ganz soft befördert uns der Schleusenwärter nach oben und wir erreichen unser Tagesziel am Ende des Wartebereiches. Heute ganz weit hinten an den allerletzten Dalben. Anlegen wieder mit Schmackes, weil auflandiger Wind, Stärke 7. Schöner Platz, unverbaubare Sicht über den Peetschsee!
Hinter uns im Schilf brütet Frau Gans.
Wir lassen die Gurke zu Wasser, bisschen laufen für alle. Aber, wir müssen natürlich mit dem Schlauchboot vor zum Schleusenkanal und diesen entlang bis zum Kanuwartebereich vor der Schleuse. Is mir bei dem Wind nicht so geheuer. Der Jack allerdings springt schwungvoll in die Gummigurke - na dann - was Jack kann, kann ich noch lange nicht. Bei mir schauts nicht ganz so sportiv aus. Aber windmäßig isses gar kein Problem.
Wo wolln wir hin? In den Ort Diemitz zu Most & Kost, Essen bei Tobias. Ausblick von der Brücke zum Peetschsee.
Ab der Brücke finden wir einen feinen, zauberhaften Uferweg ...
... und dieser Uferweg endet genau im Restaurantgarten von Tobias.
Neues im Garten - eine Kinderschaukel - mit Schild. Was steht drauf?
Ich glaub die Bank ist auch neu. Schaut gemütlich aus!
Wir bestellen alkoholfreies Bier,
Cheffe ist Lammgulasch mit Reis und ich Wildbulette mit Kartoffeln und Reis. Alles sehr lecker und der Nachtisch erst recht. Ein feiner Käsekuchen.
Rückweg gleich Hinweg, heute also nur wenige Kilometer gelaufen - allerdings hab ich deutlich mehr Schritte als Cheffe. Bei 5 Schleusen muss ich laufend rum ums Gangbord - zum Anlegen, zum Ablegen, beim Schleusen zum Fender einräumen - macht summasummarum 7000 Schritte plus Fenderkrafttraining.
Da hab ich mir den Käsekuchen locker verdient.
Daheim am Schiff hängt die Gurke hinter der Silencio. Auf einmal tuts ein Schepperer - der Wind hat die Gurke auf die Badeplattform geschmissen. Könnt eigentlich so bleiben - aaber, jetzt quietschts dauernd. Hängen wir die Gurke seitlich an die Silencio. Das geht - aber wo quietschts jetzt?? Die Stahlkante am Dalben. Is ja blöd, wenn das so bleibt, mach mer heute nacht kein Auge zu. Cheffe überlegt und hat die zündende Idee - Fender platzieren , Fenderbrett dazu, fertig ....RUHE!
Fazit des Tages:
- Wind wehte heut besonders stramm,
- beim Schleusen gab es Schleudergang,
- dann essen und nen Käsekuchen,
- Fender quietschen - s'is zum fluchen!
- Doch Cheffe, der heut schlafen will,
- hat Geistesblitz - UND? Fender und die Gurke still!
Gute Nacht!
Ahoi ihr drei 😄⚓️
AntwortenLöschen👉 Schleudergang haben wir uns gespart – dafür gab’s bei uns Ruhemodus am Anker.
Aber die Quietschgurke… großes Kino 😂
Schön zu lesen – und Käsekuchen geht sowieso immer!
☀️ ⚓️ YOLO ⚓️ ☀️