Die Seenotretter

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Dienstag, 15. September 2026

157. Kreiseln

Früh gehts heut los - Cheffe muss zum Bahnhof nach Neustrelitz, bei allerbestem Wetter.

Hilft nix, er fährt zu einer Abschiedsfeier eines ehemaligen Kollegen nach Bremen. 

Wir kommen an unserer üblichen Pilzsammelstelle vorbei. Da stehen schon Leute und sie haben gleich Eimer dabei. Ist vielleicht ein klein bisschen übertrieben, aber man weiß ja nie. Wir haben jetzt jedenfalls keine Zeit.

Am Bahnhof setz ich ihn ab und peile einen Kaffee an. Raus auf die Hauptstrasse, rein in den Kreisel, vorbei an OBI, vorbei an Jysk, Parkplatz EDEKA ... da schellt das Telefon. Cheffe ist dran - er hat noch den Schiffschlüssel in der Hosentasche. Was ein Glück, dass ers noch vor Abfahrt gemerkt hat. Also alles wieder zurück! Vorbei an EDEKA, vorbei an Jysk, vorbei an OBI, rein in den Kreisel, abbiegen zum Bahnhof. Puh, ohne Schiffschlüssel hätt ich echt sehr dumm aus der Wäsche geschaut!

Jetzt nochmal alles retour, wieder Kreisel, OBI, Jysk, EDEKA, aber dann gibts endlich Kaffee.

Danach wird Jack im Wald bespaßt - da waren ja vorher die Leute mit den Eimern.


Viel gibts für mich nicht, aber einen Steinpilz und paar Pfifferlinge.


Alles geht in den Topf mit dem restlichen Risotto von gestern. Das ist heute NOCH leckerer als gestern. Und heute mit Steinpilztopping!


Später gehts noch zum Tierarzt wegen Jacks Pfote. Im Moment bleibts bei konservativer Behandlung, Antibiotika bei Bedarf, aber das darf ich selbst entscheiden falls es schlimmer wird.  Und täglich müssen die Pfoten shampooniert werden. Dr. Bekmulin hat leider noch eine zweite Stelle am Hinterlauf gefunden. Na denn, Fussbad findet Jack nicht soo nett, aber er ist immer kooperativ und wehrt sich nicht. 
Auf jeden Fall - vorerst keine OP!!

Und übrigens, wir haben vom Doc ein Kompliment bekommen. Sehr selten sieht er einen Retriever, der so gut in Form ist und man die Muskulatur so gut sehen kann. Dickes Kompliment gabs nicht nur für Jack sondern auch für mich. Freut ich mich!

Der Rest des Tages verfliegt mit Lesen und Stricken und denSchwalben zuschaun. Der Kampf um die besten Plätze in den Seglermasten tobt im Hafen. 


Die Möwe hat schon ihren Platz gefunden. Sie veredelt mit viel Geschrei die Persenning der SEVEN.


Morgen Nachmittag kommt Cheffe ja schon wieder. Übermorgen steht Großeinkauf an, Freitag früh kommt Florian, dann fahren wir nochmal ne kleine Tour.
Aber für heute ist Ende Gelände.


Fazit des Tages:

- Um den Mast tobt Tanz der Hexen,

- jeder will den besten Platz besetzen.

- Die Möwe, die hat wohl den besten Platz,

- verziert Persenning ... Klacks für Klacks!














Montag, 14. September 2026

156. Risotto

Der Morgen im Claassee beginnt schon mal sehr vielversprechend.

Zum sonnigen Wetter gesellt sich Müsli mit frischen Früchten und Kaffee mit fluffigem Milchschaum. 

So können wir frisch gestärkt mit Jack nach Boek in den Wald.

Schon am Anfang unseres Wegs streift mein Blick über den sandigen Boden - und siehe da, da steht er, der erste Steinpilz der Saison. Den hier lassen wir stehen, der ist schon ein älteres Modell ...


... aber daneben steht ein Wunderschöner, und DER kommt natürlich mit! Jeder von uns mit Pilzscannerblick unterwegs.


Ganz gemütlich spazieren wir auf dem Waldweg.




Ja, nicht wirklich jeder. Jack wird immer wieder abgesetzt - heut kann er mal das Warten üben. Und dabei behält er mich immer aufmerksam im Blick.




Wenns ihm zu lange dauert geht er ne Etage tiefer, dafür wird der Hals länger beim Guggen.


Aber ich rufe ihn natürlich immer wieder zu mir her - dann wieder sitzen und warten, laaangweiliges Spiel!

Am Heimweg fahren wir in Rechlin noch schnell die Packstation an. Cheffe holt das Packerl und ich befördere derweil einen blinden Passagier vom Hosenbein nach draußen.


Daheim dann - Ausbeute begutachten und Pilze putzen. Steinpilz, Birkenpilze und Pfifferlinge - reicht dicke für ein Pilzrisotto. Und in das Risotto könnte man sich echt reinlegen. Mega lecker.


Der Nachmittag wird in der sonnigen Plicht vertrödelt - völlig überraschend und im Gegensatz zum Wetterbericht ist heute Kurzehosenwetter ... da passt am Spätnachmittag unbedingt ein Gin Tonic dazu!


Fazit des Tages:

- Wenn ich im Wald geh außer Sicht,

- sieht der Captain Jack mich nicht.

- Ruf ich ihn, kommt er angeflitzt,

- rasend schnell wie n'Kugelblitz.





Sonntag, 13. September 2026

155. Röbel, leider Ende

Unser Tag beginnt wie gestern - ohne Hundesausi, erstmal Frühstück, Verabredung mit Birgit und Thomas um 9. Nur eine Sache ist anders, es regnet ein bisschen.

Frage an YOLO: Wollt ihr bei dem Wetter laufen? ... Na sicher! Ihr nicht?  ... Doch unbedingt!

Also Treffen der Gummigurken zur Überfahrt pünktlich um 9 und mit bisschen Nieselregen. Nicht schlimm, und das ist gut so, denn Cheffe und ich haben festgestellt - wir haben gar keine Laufklamotten für regnerische Tage. Da werden wir wohl nachrüsten müssen.

Die Laufrunde für heute ist für uns neu - wir folgen Birgit und Thomas zur Rohrteichumrundung und zur Kroneiche. 

Zunächst müssen wir ein kurzes Stück auf dem Fussweg der Strasse entlang laufen und weil Jack ja noch nicht draußen war, erledigt er bald sein "Geschäft". Wird natürlich entsprechend eingetütet. Aber - wohin nu?? Grade ist kein Mülleimer im Orbit. Also deponier ichs bis zum Rückweg an einer markanten Stelle, ums nachher nicht zu vergessen. So wartet die Kacktüte eben wohl platziert am BSW Wahlplakat ... AFD hätt ich auch genommen! Ging aber nicht her auf die Schnelle.

Einen schönen Weg laufen wir ...

... bei herbstlicher Stimmung.


Am Weg - der Findling Groß Kelle. Ein Relikt der letzten Eiszeit ist dieses Gletscher Gestein aus Skandinavien mit 8,50 Meter Umfang und 14 Kubikmeter Volumen. Sozusagen ein Mordsbrocken.


Steinpilz gefunden - endlich mal ...


Sonstige Pilze? Fehlanzeige! Obwohl?? Da gibts noch den Schuppigen Stielporling. Ein grundsätzlich essbarer Pilz, allerdings nur wenn er noch jung ist. Die hier haben den Zenit schon weit überschritten, die sind einfach nur noch riesengroß!


Vielleicht könnte man sie zweckentfremden?? Jack könnte für diverse Kommandos paar größere Lauscher gebrauchen! Obs funktioniert? Wer weiß das schon!


Der Rohrteich ist schon umrundet und der Rückweg führt uns direkt an der Kroneiche vorbei. 600 Jahre alt ist dieses Exemplar einer Stieleiche - da steht man da und staunt einfach nur! Seit 1939 gilt diese Eiche als Naturdenkmal und gilt als eine der dicksten Eichen Deutschlands mit einem Umfang von über 10 Metern. Das stattliche Wachstum ist der Sage nach auf eine Herde ausgebrochener Kühe zurückzuführen. Die sollen eine Wasserquelle verunreinigt haben und die Nixe dieser Quelle soll daraufhin das Wasser der Quelle umgeleitet haben. Die Quelle versiegte und versorgte stattdessen die Wurzeln dieser Eiche mit Wasser. 


Endspurt unserer 12 Kilometer geht wieder an der Strasse entlang, is ja noch ne Tüte abzuholen, 

Dann sind wir gleich am Hafen und am Fussgängerüberweg steht sie schon ... Iris ist schon da! Wir umarmen uns herzlichst und freuen uns beide gleichermaßen über ein Wiedersehen. Zusammen sitzen wir gemütlich nicht unterm Sonnenschirm, eher unterm Regenschirm an der Eisdiele, aber der Stimmung tut das keinen Abbruch. Als hätten wir uns letzte Woche erst gesehen, quatschen wir einfach drauf los. Kann man nicht mit jedem Menschen. Ich geniesse die Stunden mit Iris total und freue mich, dass sie sich so selbstverständlich Zeit für mich genommen hat. Nach 3 Stunden tritt Iris den Heimweg an und wir setzen mit der Gurke wieder zur Silencio über. Kleine Brotzeit für Cheffe, für Jack ein Bett, und dann nochmal in die Gurke. Wir fahren ja heute zurück in die Basis im Claassee, da verabschieden wir uns selbstverständlich noch von Birgit und Thomas. Möglicherweise treffen wir uns nochmal in den nächsten 3 Wochen, bevor die YOLO die Saison beendet. Für uns heißts jetzt Gurke aufräumen für die Fahrt, Anker auf ...




... und langsam aus der Röbeler Bucht tuckern. Alles festgehalten von der YOLO aus.



Zurück lassen wir den Kirchturm im Regen ...


... die YOLO im Regen ...


... und das Fahrgastschiff im Regen.


Was waren DAS für schöne Tage hier in Röbel! Freunde treffen, schlemmen, wandern, Überraschungsbesuch - einfach nicht zu toppen!!

P.S. Meine Laufschuhe sind ab jetzt ein Fall für die Tonne! Ca. 1000 Kilometer haben sie durchgehalten!



Fazit des Tages:

- Was hilft bei Sonne und bei Regen?

... Ein Schirm ...

- Diese Erfindung ist ein Segen!

- Denn ohne die Erfindung Schirm,

- hätts heut getropft uns voll aufs Hirn!



Fazit 2:

- Bei der Partei unserer Wahl,

- steht die Kacktüte am Pfahl.

- und zwar bei Sarahs BSW,

Warum?

- es fehlte leider AFD!


Samstag, 12. September 2026

154. Nach Ludorf um 9

Halb 8 aufstehn, Zähneputzen und dabei schaun, ob sich beim Nachbarn schon was tut. Aber da scheint alles noch ruhig.


Frühstück gibts gleich, auch für Jack.


Das Morgengassi fällt aus, wir sind nämlich schon um 9 mit Birgit und Thomas zum Wandern verabredet. Pünktlich steigen beide Crews in ihre Gurken zum Übersetzen - Jack positioniert sich im Schlauchboot gleich mit Yoloblick, damit er nachher Birgit und Thomas anständig begrüßen kann.



Zum Aussteigen müssen wir ins Wasser, barfuß versteht sich, also erstmal Füße abtrocknen und Laufschuhe anziehn. Irgendwie sind Birgit und Thomas trockenen Fußes an Land gekommen - MIT den Schuhen an - wahrscheinlich ham wir uns bisschen doof angestellt, oder was weiß ich!


Es geht los, die Runde geht nach Ludorf. Wir kennen sie schon und damit auch ihr, aber jetzt mit herbstlichen Touch sieht alles etwas anders aus.



Warum stehen denn da alle rum? 


Ich muss nochmal ein Stück zurücklaufen wegen eines Fotomotivs.



Da wird auch ohne mich fröhlich weitergeschnattert.




Es geht wieder über die Pferdewiese in der Westbucht.


Ziemlich neugierig werden wir beäugt und eins der Pferde kommt direkt wieder zu uns. Jack und das Pferd begrüßen sich Schnauze an Schnauze (leider hatte grad keiner einen Foto in der Hand), aber Jack ist letztlich doch der Meinung: Dieser Vierbeiner ist mir doch zu groß! ... und hüpft zur Seite.


Bis zum Koppelrand werden wir begleitet, dann sind wir schon fast in Ludorf.


Nach Ludorf biegen wir einmal anders ab - nach Glewe, Glowe, Glawe, keine Ahnung, hab den Namen schon vergessen. Gneve, werde ich gerade von Cheffe aufgeklärt. Edelkastanien säumen den Strassenrand.


Rosskastanien auch, aber die Bäume sehen leider elendig schlecht aus. Hier gehn so ziemlich alle Kastanienbäume ein. Super schade!


Birnen, so sauer, dass es einem die Zehennägel aufrollt,


und leuchtend rote Äpfel. Da trauen wir uns nicht, einen zu stibitzen.


Unsere Runde endet wieder am Gurkenparkplatz - logisch oder!?



Die Yolo legt zuerst ab. Anschieben, abstoßen, Gas geben, winken, wir treffen uns in ner halben Stunde wieder bei den Fischbrötchen.

 

Dann sind wir dran - abstossen, Jack springt ein, ich spring ein ... naja, über die stilistische Ausführung des Einspringens kann man unterschiedlicher Meinung sein. Bei Jack schauts schon eher elegant aus, aber NUR bei Jack! Und, ach ja, Cheffe kommt auch noch mit.


Daheim kurz was trinken, umziehen und wieder los. Der Jack fällt vom Glauben ab! WAS? Schon wieder los?? Da stell ich mich jetzt mal tot. Demonstrativ legt er sich mit dem Hinterteil zur Tür und macht keinen einzigen Mucks mehr. Völlig umsonst, denn er darf nach dem morgendlichen Marsch eh daheim bleiben. Wieder gehts in die Gurke. Diesmal wird der Hafen angesteuert. Beim Fahren beantragt Cheffe Silenciofotos. Und bitte!



Wir haben uns einen ordentlichen Hunger angelaufen. Fischbrötchen gibts PLUS ne Portion Pommes. Heut lass ichs krachen! Endlich gesättigt, trullern wir noch durch die Stadt. Am Automaten wollen Thomas und Cheffe noch Geld kaufen. Nee, DAS is nicht der Automat!
 

Unser nächstes Ziel ist die holländische Mühle. Da soll heute ein Handwerkermarkt sein. Leider falsches Datum in der Ankündigung, der Markt ist erst morgen. Aber geöffnet ist die Mühle heute auch schon.



Aus dem ersten Stock kann man die Aussicht vom Balkon geniessen


Aus dem zweiten Stock kann man nur noch durch die geschlossenen Fenster fotografieren.




Und drinnen? Da drückt Birgit die Schulbank. Man will ja auch was lernen, wenn man schon mal hier ist.


Nächster Halt - Bürgergarten. Hier gibts Kaffee, Kuchen, Gulaschkanone von der Feuerwehr UND, wie Thomas immer sagt, Dicke Backen Musik. Sprich - Humtata.


Dazu sitzt man sehr nett im Garten mit Blick aufs Wasser.





Jetzt fehlt nur noch Eines im Programm - Ansteuerung Eisdiele. Spaghettieis in verschiedenen Variationen, für mich gibts Erdbeersorbet mit Prosecco. Lange sitzen wir dort in der Sonne zum Schwatzen und überlegen, ob wohl die SIRIUS im nächsten Jahr mal Richtung Seenplatte steuert. Wir würden uns alle sehr drüber freuen! Also, lieber Matthias und liebe Andrea, nächste Saison erwarten wir Euch - spätestens hier, vor der Eisdiele! Jetzt gilts!!


Morgen wird in der Früh nochmal gelaufen mit Birgit und Thomas, eine Strecke, die wir Silencianer noch nicht kennen. Wir lassen uns überraschen. Danach kriegen wir Besuch. Iris, fleißige Blogleserin, ist zur Zeit in Göhren-Lebbin und kommt morgen vorbei. Wir kennen uns über unsere Hunde und ich freu mich SEHR drauf, sie morgen zu treffen. Super Idee, Iris!

Den restlichen Nachmittag verbringen YOLOs auf der YOLO und SiLENCIOs auf der Silencio - nur noch Füße hoch heißt die Devise. Zumindest meine Haxen, denn die sind ein wenig lahm nach 12 Kilometern.

Gute Nacht!




Fazit des Tages:

- Es sind die Beine lahm gelatscht,

- weil wir bis Ludorf sind gehatscht.

- und weil der Jack rennt hin und her,

- macht er noch mehr Kiloo-mee-teer.

- Drum ist er heute ziemlich platt,

- und schnarcht wie ein besoffener Piratt!




157. Kreiseln

Früh gehts heut los - Cheffe muss zum Bahnhof nach Neustrelitz, bei allerbestem Wetter. Hilft nix, er fährt zu einer Abschiedsfeier eines eh...