Donnerstag, 10. September 2026

151. Flucht der Gummigurke

Morgens um 7 muss der Jack gelüftet werden - und wir auch. Wir fahren mit dem Auto nach Boek und laufen von dort in den Wald. Natürlich halten wir die Augen offen und schauen nach Pilzen, man weiß ja nie. Wenns keine Pilze gibt, geniessen wir eben die kühle Morgenluft im einsamen Wald.

Na bitte, immerhin sind schon welche da. Die können zwar nicht in den Kochtopf, dafür machen sie sich prima auf einem Foto.



Und dann dauert es gar nicht so lange und wir sehen die Pfifferlinge schon von Weitem. Ein feines moosiges Plätzchen haben sie sich ausgesucht und strecken dort zu Hauf ihre Köpfe durch die dichten Moospolster.


Jetzt ist Erntezeit und daheim schaut das Ergebnis so aus. Gar nicht mal so schlecht die Ausbeute!


Heute wollen wir uns mit Birgit und Thomas in der Röbeler Ankerbucht treffen. Allerdings hat es ziemlich viel Wind um über die Müritz zu fahren. Wir überlegen evtl. erst abends zu fahren, wenn der Wind nachlässt. Bei der Entscheidung hilft uns der  YOLO Blog auf die Sprünge. (Könnt ihr guggen!) Birgit erwartet uns in der Bucht zum Kaffee mit einer Mandel-Beeren-Torte. Den letzten Kick verpasst mir das passende Foto im Blog dazu. Also die Entscheidung ist gefallen - der Wind kann blasen wie er will, WIR fahren nach Röbel zur Torte!

Cheffe zurrt vor der Abfahrt alles fest, was bei Welle durch die Gegend rutschen könnte und Jack, der scheints Schlimmes ahnt, verzieht sich in seine Mittelkabine unterm Tisch, samt George dem Ikeakuschelkameraden.



Und dann? Draußen auf der Müritz, ist die Überfahrt ganz easy. Da hätts den ganzen Vorbereitungszauber gar nicht gebraucht!

Vor der Kirche in Röbel fällt der Anker unter fachmännischer Beobachtung.



Die letzten Handgriffe werden an Bord erledigt, da fährt ein Schiff auf uns zu. Die SCORPIUS, lange nicht gesehen. Und auch jetzt sind sie auf dem Sprung, wollen aber wenigstens kurz Hallo sagen. Vielleicht klappt ein Treffen Mitte/Ende September. Mal schaun, wer dann wo ist und wer wie Zeit hat. 


Kurze Absprache - ship to ship - dann setzt die Rubberyolo über mit Birgit, Thomas, und der TORTE. Nicht zu fassen, was Birgit da gezaubert hat. Schon optisch ein Genuss ...


... und geschmacklich einfach ober ober lecker!

Viel zu erzählen gibt es, über Tourenerlebnisse, kuliniarische Highlights und Technik, Technik geht auch immer. Heute interessiert unser Anker und die Verspannung und was weiß ich noch ... auf jeden Fall wird genau hingeschaut - dreifach.


So schön ist es wieder mal Zeit gemeinsam zu verbringen, wir haben uns tatsächlich lange nicht gesehen.

Drum gehen wir vom Nachmittagsplausch über zur Abendsause. Thomas fährt mit seiner Gurke rüber zur YOLO - eine weitere Leckerei bringt er zu uns an Bord. Vitello Tonnato! Woher weiß Birgit, dass ich Vitello liebe?? Naja, nicht soo schwer, wir sind uns schon irgendwie ähnlich - wie Thomas und Cheffe auch. Während Thomas sich um den Transport des Essens kümmert, fährt Cheffe mit Jack zum Gassi. Bis er zurück kommt, decken wir schon mal den Tisch und daaa kriegt Thomas einen Anruf ... Nanu? Cheffe?? Wasn los? "Thomas, ich brauch Unterstützung, die Gummigurke ist abgehauen und treibt durch die Gegend!" Na klar, Thomas schmeisst sich in die Rubberyolo und braust davon. Bei Cheffe angekommen, ist die Gurke schon gerettet von einem netten Segler. Tja, die Frage ist nun - WIE konnte DAS passieren? Die Gurke lag ordentlich auf den Strand gezogen. Des Rätsels Lösung ist das Fahrgastschiff. Das fährt hier ordentlich schnell vorbei, macht ne riesen Welle und schwappt die Gurke somit vom Land zurück ins Wasser. Dazu noch ablandiger Wind ... schon isses passiert. und entweder haste hilfsbereite Menschen, oder du musst schwimmen - erfrischend! 

Während der ganzen Aktion sitzt Jack an Land und beobachtet kritisch die Situation. Die Gurke weg, Cheffe weit ins Wasser rausgelaufen, und ER hockt da allein. Das alles ist dem Jack so suspekt, dass er am Ende wie ein geölter Blitz in die Gurke einsteigt.

Zurück an Bord - alle, samt sämtlicher Gummigurken, kann die Abendsause beginnen. Zuerst gibts Bruschetta mit Pfifferlingen, dann Vitello Tonnato und der Ziegenkäse vom Capriolenhof ist auch im Angebot, dazu Weisswein vom Schloss Rattey. So nimmt ein fröhlicher Abend seinen Lauf, bis die Rubberyolo nach Mitternacht  zurück zum Mutterschiff schaukelt.


Fazit des Tages:

- Der Jack der darf spazieren gehn,

- fürn Heimweg ... keine Gurke mehr zu sehn.

- Da guggen beide Captains dumm,

... nur gut, dass' Helfer gibt ...

- sonst wärs ein ziemlich kalter Schwumm!



1 Kommentar:

  1. Was für ein Genusstag und Abend! Das macht uns gar nicht neidisch🤣

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